01.09.2017 - 12:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Vorberkauf für Dokumentarfilmtage läuft Weltpremiere beim "Zwickl"

Die sechsten Dokumentarfilmtage "Zwickl" stehen unter dem Motto "Alles in Bewegung/Was bleibt". Vom 29. September bis 3. Oktober zeigen Anne Schleicher und ihr Team 21 Filme. Veranstaltungsort ist diesmal das Lichtwerk-Kino in der Postgartenstraße. Im Hinterhof wird Zwickl-Bier ausgeschenkt.

Anne Schleicher, künstlerische Leiterin des "Zwickl", wirbt für die sechste Auflage der Schwandorfer Dokumentarfilmtage. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Wir haben wieder Superfilme im Programm ", sagte Initiatorin Anne Schleicher bei der Vorstellung am Donnerstag im Rathaus. "Was bleibt" ist der Preis von einem "Zwickl" oder zwei Euro. Der Vorverkauf läuft ab sofort. Zu sehen ist unter anderem ein Film von Werner Herzog über die buddhistische Wallfahrt nach Nordindien. Mit dem australischen Musiker Nick Cave ist das Publikum 24 Stunden auf Achse. Es geht um weibliche Schönheitsideale und die Karriere einer Indianerin, um die Geschichte des Flößens und die Hirtennomaden in der Mongolei. Das Thema "Migration und Flucht" spielt gleich in mehreren Dokumentarfilmen eine Rolle. So im Eröffnungsfilm "Exile Family Movie", der die Geschichte einer über die ganze Welt verstreuten iranischen Familie erzählt, die sich im islamischen Pilgerzentrum Mekka trifft. Im Streifen "Open the border" verfolgen die Zuschauer das Schicksal des jesidischen Flüchtlings Saif, der aus dem Irak nach Deutschland floh. Das Besondere, das "Wunderbare", wie es Anne Schleicher formulierte: "Den jungen Mann im Zentrum der Dokumentation hat es zufällig nach Schwandorf verschlagen ".

Auch eine Weltpremiere wird es bei der sechsten "Zwickl"-Staffel geben. Mehrere Jahre arbeitete die Crew der Schwarzenfelder Produktionsfirma "Snapshot" an einer Dokumentation über das Konzentrationslager Flossenbürg und den Todesmarsch, der im April 1945 auch durch Schwarzenfeld und auch Neunburg vorm Wald führte.

Eher zum Schmunzeln ist die "Geschichte vom weinenden Kamel". Für die Kinder gibt es zwei Kurzfilme. Drei Projekte befassen sich mit der Geschichte des Kinos, vom 32-Millimeter-Streifen bis zur digitalen DVD. Lockere Atmosphäre erwartet die Gäste täglich ab 15 Uhr im Festivalcafé, für das eigens der Hinterhof geöffnet wird. Die Bewirtung übernimmt der Schwandorfer Jugendbeirat. Für die Dekoration hat sich Sophia Hutzler aus dem Organisationsteam etwas Besonderes einfallen lassen. Sie plant eine Ausstellung mit Texten zum Thema "Bewegung". "Das kann von einem Satz bis zu maximal einer Seite reichen", so Hutzler. Zitate, Anmerkungen und Texte nimmt sie noch bis 15. September unter der E-Mail-Adresse sophia.hutzler[at]icloud[dot]com entgegen. Am liebsten mit Foto, Name, Alter und Beruf.

Karten zum Preis von zwei Euro gibt es bis zum 28. September im Tourismusbüro, Telefon 0 94 31 / 455 50, oder während des Festivals im Lichtwerk-Kino, Telefon 0 94 31 / 999 79 19.

Den jungen Mann im Zentrum der Dokumentation hat es zufällig nach Schwandorf verschlagen.Anne Schleicher über den Film "Open the border"

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