15.09.2017 - 13:46 Uhr
SchwandorfOberpfalz

"Zwickl"-Festival 21 Dokus in fünf Tagen

Die Dokumentarfilmtage "Zwickl" gehen in die sechste Runde. Dieses Jahr stehen sie unter dem Motto "Alles in Bewegung/Was bleibt". Vom 29. September bis 3. Oktober (Freitag bis Dienstag) sind 21 Filme zu sehen.

Für die Dokumentation "66 Kinos" war Regisseur Philipp Hartmann ein Jahr unterwegs, um 66 Filmtheater in ganz Deutschland zu porträtieren. Bild: exb
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

(ch/doz) Während in den vergangenen Jahren oft an mehreren Veranstaltungsorten die Dokus über die Leinwand flimmerten, gibt es heuer nur einen: Das Lichtwerk-Kino in der Postgartenstraße. Das Team um Initiatorin Anne Schleicher kehrt damit zu den Wurzeln zurück. Im Premierenjahr 2012 wurden die Filme ausschließlich in dem Kino, damals noch das "Union", gezeigt. Eines hat sich seit sechs Jahren allerdings nicht geändert: Der Eintrittspreis. Er lehnt sich an den Namen der Dokumentarfilmtage an. Heißt: Ein Ticket kostet einen "Zwickl", also zwei Euro.

Den Themenblock "Alles in Bewegung/Was bleibt" bilden vier Filme: "Über die Jahre" (Regie: Nikolaus Geyrhalter) begleitet über zehn Jahre sechs Menschen, die durch den Niedergang eines Textilunternhmens im österreichischen Waldviertel ihre Arbeit verloren. "Who we were" von Sine Skibsholt zeigt das Leben einer Familie im ersten Jahr nach einem schicksalhaften Unfall. Beim dritten Film handelt es sich um "Rad der Zeit" von Werner Herzog. Schließlich läuft noch "Sieben Mulden und eine Leiche" von Thomas Haemmerli.

Ein Thementag geht am Dienstag, 3. Oktober, über die Bühne. Er setzt sich speziell mit der Geschichte des Kinos auseinander. Dabei läuft unter anderem der Debütfilm von Doris Dörrie ("Männer", "Grüße aus Fukushima"): "Ob's stürmt oder schneit" aus dem Jahr 1976. Das Thema "Migration und Flucht" spielt gleich in mehreren Dokumentarfilmen eine Rolle. So im Eröffnungsfilm "Exile Family Movie", der die ganze Geschichte einer über die ganze Welt verstreuten iranischen Familie erzählt, die sich im islamischen Pilgerzentrum Mekka trifft. Außerdem läuft "Open the Border". "Die Geschichte vom weinenden Kamel" handelt von den unendlichen Weiten der Wüste Gobi und der Familie Amgaa, die ihr Leben als Viehzüchter und Nomaden verbringen. Für Kinder gibt es zwei Kurzfilme zu sehen.

Schließlich kommt es noch zu einer Weltpremiere. Die Produktionsfirma "Snapshot" aus Schwarzenfeld hat eine Dokumentation über die Geschichte des Konzentrationslagers Flossenbürg gedreht. Regisseur und Firmen-Inhaber Michael Geyer kommt nach dem Film sogar zu einem Gespräch in den Kinosaal.

Karten im Vorverkauf gibt es bis Donnerstag, 28. September, im Tourismusbüro Schwandorf, Kirchengasse 1, Telefon 09431/45-550, E-Mail-Adresse tourismusbüro[at]schwandorf.de[dot] Die Karten müssen bis 28. September um 18 Uhr im Tourismusbüro abgeholt werden. Tickets gibt es während des Festivals jeweils von 12 bis 22 Uhr im "Lichtwerk"-Kino, Telefon 09431/9997919. Eine Kartenreservierung ist während des Festivals nicht möglich.

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Weitere Informationen und das komplette Filmprogramm:

www.2wickl.de

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