27.01.2004 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

320000 Euro Mindestgebot für Bahnhofstraße 15 Die Stadt verkauft ein saniertes Kleinod

von Autor HOUProfil

Ist die Stadt Schwandorf in die Rolle eines Immobilienhändlers geschlüpft? "Nein", sagt Oberbürgermeister Helmut Hey und verweist damit eine am vergangenen Wochenende oberpfalzweit in den Tageszeitungen erschienene Annonce in den Bereich der Einmaligkeit.

Die Stadt verkauft das von ihr sorgsam restaurierte und sanierte Anwesen Bahnhofstraße 15. Sie will mindestens 320000 Euro dafür erzielen und kann sich dabei auf ein Gutachten stützen, das im Rathaus vorliegt. Mit diesem Mindestgebot, so viel steht fest, werden allerdings die angefallenen Sanierungskosten für das Objekt bei weitem nicht gedeckt.

Warum dann dieser Preis? Auf Anfrage sprach OB Helmut Hey von rund 700000 Euro Restaurierungskosten und fügte hinzu, ein Teil des im Laufe zweier Jahres sanierten Bereichs bleibe im Eigentum der Stadt. Darunter befindet sich ein frei gelegter Turm an der alten Stadtmauer und natürlich auch ein Weg, der neu entlang der Stadtmauergasse erstellt wurde.

Für 320000 Euro Mindestgebot erhält der Käufer ein innerstädtisches Kleinod. Es besteht aus einer Wohneinheit mit 140 Quadratmetern, einem Ladenbereich von 60 Quadratmetern und einem Durchgang von der Bahnhofstraße zur Stadtmauergasse. Im Rahmen der Stadtsanierung war das Objekt vor längerer Zeit aus privater Hand angekauft und dann mit vielen Details saniert worden. Die Planung lag seinerzeit bei dem Amberger Architekten Dieter Meiler, der für seine Arbeiten zur Wiederherstellung alter Gebäude bekannt ist. Die von der Stadt annoncierte Ausschreibung läuft bis zum 13. Februar. Bis dahin hofft man im Rathaus auf Gebote, die "natürlich auch über 320000 Euro hinausgehen können", wie der OB sagt.

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