75 Jahre alte Magirus-Drehleiter der Stadtfeuerwehr wird Ausstellungsstück - "Noch viel Arbeit"
"Leila" wieder in heimischer Garage

Vorsitzender Andreas Hohler (rechts) und Stadtbrandinspektor Christian Schwendner (links) freuten sich über die Rückkehr der "Kraftfahrleiter KLH 20", die zuvor im Besitz von Willi Stengl (Zweiter von links) und Stefan Lindner (Zweiter von rechts) war. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
23.04.2013
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Vor 75 Jahren hat die Stadt für die "Kraftfahrleiter KLH 20" mit Handbetrieb 14 288,75 Reichsmark bezahlt. Jetzt kaufte die Feuerwehr die 1970 ausrangierte "Leila" für 12 500 Euro zurück. Den gleichen Betrag wird es mindestens kosten, um den Oldtimer zu restaurieren. "Da kommt viel Arbeit auf uns zu", sagte Fördervereinsvorsitzender Andreas Hohler bei der Vorstellung der historischen Drehleiter am Samstag in der Halle der Feuerwache.

Die "Leila" ließ sich bis zu einer Steighöhe von 20 Metern ausfahren und war damit den Feuerwehrmännern eine wertvolle Hilfe. Vorsitzender Andreas Hohler erinnerte stellvertretend an die Bekämpfung eines Großbrandes 1969 im Kloster Ettmannsdorf. 1970 leistete sich die Stadtfeuerwehr eine neue Drehleiter mit Hydraulik. Die "KLH 20" wechselte in den Bauhof und war dort noch bis 1978 im Einsatz.

Anschließend rostete die "Leila" vor sich hin, bis sie der Neunburger Kreisbrandmeister Willi Stengl in einer Scheune in Kröblitz unterstellte. 2008 ging die Leiter in den Besitz des Unternehmers und Oldtimer-Sammlers Stefan Lindner aus Oberviechtach über. Er transportierte das Gerät im vergangenen Jahr bis nach York in der Nähe von Hamburg und nahm dort an einem Oldtimertreffen teil. Ein Bild der "KLH 20", die Hersteller "Magirus" in dieser Version nur viermal baute, erschien in einer Fachzeitschrift, die die Schwandorfer Feuerwehrleute zu Gesicht bekamen.

Sie erinnerten sich an das gute Stück und wollten es wieder zurückhaben. Der FFW-Vorstand war sich mit dem Besitzer Stefan Lindner rasch handelseinig und erwarb den Oldtimer für 12 500 Euro. Am Samstag wurde die Heimkehr bei Freibier und Spanferkel gefeiert. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft hatten sich in der Feuerwache eingefunden. Vorsitzender Andreas Hohler startete einen weiteren Spendenaufruf. Noch sei nicht genügend Geld beisammen, um die 75 Jahre alte Drehleiter zu restaurieren. Sie soll später in einer Halle des alten Schlachthofs untergebracht und zu Festen herausgeholt werden.
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