27.04.2004 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Alzeyer Projekt AG will "nicht alles hinnehmen" - Es gäbe auch ein "Crash-Modell" "Vorleistungen sind enorm"

von Autor HOUProfil

Während des Kommunalwahlkampfes vor zwei Jahren hatte der später zum OB gewählte Helmut Hey die "Creato Projekt AG" samt deren Inhaber Rathgeber zu einer Pressekonferenz nach Schwandorf geholt und damit für Schlagzeilen gesorgt. Nun steht die CSU an der Seite von "Creato".

Ein "Frontwechsel"? Bei einer von den Christsozialen gegebenen Pressekonferenz (siehe dazu auch Bericht oben) betonte gestern Abend der Schwandorfer "Creato"-Repräsentant Ferdinand Dieter Pfiffner, der Investor habe sich so orientieren müssen, weil er sich von der Stadt und vom OB nicht länger als Interessent betrachtet fühle. "Dabei", so Pfiffner, "sind unsere Vorleistungen enorm". Zudem gebe es geltende Vorverträge mit Interessenten. Pfiffner zählte auf: Ein Vollsortimenter, ein Discounter, Gastronomie, Gärtnerei, Fitness- und Wellnessbereich. Namentlich nannte Pfiffner das Unternehmen "Lidl". Es habe sehr konkrete Ansiedlungsabsichten geäußert. Auch für den Wohnbaubereich gebe es einen Interessenten. "Aus dem lokalen Bereich".

Pfiffner fuhr fort: "Natürlich würden wir nach wie vor auch für den Abbruch der bisherigen Gebäude sorgen". All das aber nehme man bei der Stadt so gut wie nicht zur Kenntnis, bringe andere Investoren ins Gespräch. Und das, obwohl "Creato" stets an seinem Vorhaben festgehalten und Ansichten nie geändert habe. Bei alledem sei, so Ferdinand Pfiffner, das Alzeyer Unternehmen bereit, über auftauchende Detailfragen zu reden.

Zum Konsens finden: Diese Auffassung vertrat die CSU-Fraktionsspitze gestern Abend. Und zwar mit "Creato". Sollte dies nicht gelingen, gibt es bei der Alzeyer Projektanten AG Absichten, die Ferdinand Pfiffner an das Ende der Pressekonferenz stellte. Im Ton massiv werdend, sagte er: "Wir sind nicht willens, all das so hinzunehmen, wie es uns die Stadtplanung um die Ohren geschlagen hat". Er hoffe auf Einsicht, ließ Pfiffner anklingen und verwies erneut auf "wirklich große Vorleistungen unsererseits". Schlussbemerkung danach: "Es gäbe auch ein so genanntes Crash-Modell bei uns, bei dem die Stadt keinen Einfluss mehr hätte".

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