August-Tristesse auch in den Freibädern: Besucherzahlen weit unter dem Durchschnitt
"Cristobal" letzte Sommer-Hoffnung

Bild: Tietz
Lokales
Schwandorf
29.08.2014
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Der "Herr" stammt von der US-Ostküste und ist ein ehemaliger Hurrikan. Er trägt den Namen "Cristobal" und könnte - so mutmaßen Meteorologen - das trist-graue Wetter vertreiben und zumindest für ein paar schöne Spätsommertage sorgen. Nötig wäre es, denn der August machte seinem Namen als Hochsommermonat keine große Ehre. Das spüren auch die Freibäder im Landkreis, die unter geringen Besucherzahlen leiden.

Im Freibad in Perschen wurden bis dato zum Beispiel nur rund 80 000 Badegäste registriert. Zum Saisonende im vergangenen Jahr waren es knapp 96 000 und 2012 etwa 91 000. Davon, bedauert Bademeister Norbert Wurmstein, sei man momentan weit entfernt. Auch die zum Saisonbeginn anvisierte Schallmauer von 100 000 Badegästen dürfte bei diesem Wetter unerreichbar sein.

Es gibt aber trotz der kalten Temperaturen noch ein paar Wasserratten, die sich von der frühherbstlichen Witterung nicht abschrecken lassen und unbeirrt ihre Bahnen ziehen. Zwischen 350 und 400 Besucher passieren derzeit täglich das Drehkreuz im Freibad.

Über 25 Prozent weniger

Ernüchterung macht sich auch in Oberviechtach breit. "Juni und Juli waren einigermaßen im Durchschnitt, der August ist kompletter Käse": Auf diesen Nenner bringt Bademeister Reinhard Klein den Saisonverlauf im östlichen Landkreis. Während normalerweise rund 20 000 Badegäste das Freibad besuchen, waren es in diesem Jahr bis jetzt lediglich circa 14 500 - also über 25 Prozent weniger. "Das ist das schlechteste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre", schildert Klein. Große Hoffnung auf Besserung hat er nicht mehr: "Im September geht erfahrungsgemäß nicht mehr viel - egal, wie das Wetter wird".

"Wir hatten zwar schöne Tage im August, aber eine langanhaltende Schönwetterperiode haben wir vermisst", bringt auch der stellvertretende Leiter des Erlebnisbades in Schwandorf, Gottfried Dirmeier, die August-Tristesse auf den Punkt. Im Ferienmonat kamen bis dato nur rund 25 000 Badegäste, normal sind laut Dirmeier 10 000 bis 15 000 mehr. Auch die Gesamtzahl hinkt dem Durchschnitt hinterher: Etwas über 120 000 Wasserratten passierten bis dato die Drehkreuze zum Freibad. Im vergangenen Jahr waren es zum Saisonende 155 000.
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