Bauausschuss billigt Pläne zum Neubau neben der Kirche weitgehend
Krippe passt, Mauer umstritten

Ott- und Mesnerhaus (links) werden zur Kinderkrippe und müssten teils mit einer hohen Mauer eingefasst werden. Bild: Götz
Lokales
Schwandorf
24.04.2013
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Überzeugt ist Franz Radlinger vom Umfeld der neuen Kinderkrippe nicht. Dem CSU-Sprecher im Bauausschuss ist vor allem die geplante Mauer rund um Ott- und Mesnerhaus nicht geheuer. Die wird nämlich - einerseits wegen Topographie, andererseits wegen Sicherheitsvorschriften - teilweise über drei Meter hoch.

Das Ott-Haus neben der Jakobskirche wird nun komplett abgerissen, erläuterte Architekt Karlheinz Beer am Dienstag. Es wird in gleicher Kubatur neu entstehen, das "schiefe" Eck an der Westseite wird wieder entstehen. Kleine Fenster werden dem Bau ein historisches Gesicht geben. Im Parterre und erstem Stock wird jeweils ein Gruppenraum mit zugehörigen Nebenräumen entstehen. Im Erdgeschoss auch barrierefrei.

Oberbürgermeister musste tief durchatmen, als er an die Verhandlungen mit der Regierung über den Neubau erinnerte: "Wenn ich nicht aufgepasst hätte, hätten die uns noch einen Aufzug vorgeschrieben." Brandschutz und weitere Vorschriften bis hin zum "belüfteten Abstellplatz für den Putzkübel" (OB Hey) stellten nicht nur die Nerven des OB, sondern vor allem die Planer vor Herausforderungen. Die Pläne wurden auch vom Ausschuss gebilligt. Bis auf die Mauer. Das Gefälle zwischen Konventgebäude und Pfleghof ist gehörig. Der Spielgarten rund um die Krippe wird aber eben. Eine Sützmauer muss also her. Zur Kirche hin soll eine über drei Meter hohe Mauer die notwendige Fluchttreppe verstecken. Mit Kunst am Bau soll hier kaschiert werden. Da ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen, auch mit dem "Nachbarn", Dekan Hans Amann, gibt's noch Gespräche.
Der Verkehr wird rund um die Krippe keine Rolle mehr spielen: Fußgängerzone. Für Anlieger und die Rettungsfahrzeuge wird eine Durchfahrt geplant, die einen Teil vom Pausenhof der Gerhardingerschule abzwacken wird. Da ergebe sich aber eventuell eine neue Lösung, so OB Helmut Hey über Ideen in der Verwaltung. Bis auf das Rußwurm-Haus am Eck zum Pfleghof hin könnten die Gebäude im Westen abgerissen werden. Die Pläne für die Stadtbibliothek an dieser Stelle dürften damit begraben sein. "Die können wir uns in den nächsten 15 Jahren ohnehin nicht leisten", sagte der Oberbürgermeister. Diese Lösung wird aber den neuen Stadtrat beschäftigen.
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