Bayerisches Rotes Kreuz will Sammelkonzept auf breitere Beine stellen
Neue Container für Altkleider

Direktor Alfred Braun in der Kleiderkammer des BRK-Kreisverbandes: Er ist froh, bedürftige Menschen mit gut erhaltener Ware unterstützen zu können. Im vergangenen Jahr profitierten 580 Landkreisbürger von diesem Angebot. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
18.04.2013
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Der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes wird in den nächsten Wochen 129 Container für Altkleider und Schuhe austauschen, sie mit neuen Aufklebern versehen und das Sammelkonzept auf breitere Beine stellen. Das kündigte Direktor Alfred Braun bei einer Pressekonferenz an. Gleichzeitig warf er einen Blick in die Kleiderkammer, die im vergangenen Jahr 580 bedürftige Personen im Landkreis mit Kleidung, Bettwäsche und Hausrat versorgte.

Zielgruppe sind vor allem Aussiedler, Asylbewerber und Hartz-IV-Empfänger. Sie haben die Möglichkeit, sich jeden Donnerstag von 13 bis 16 Uhr kostenlos mit gebrauchter, aber gut erhaltener Ware einzudecken. 786 Arbeitsstunden haben Kleiderkammer-Leiterin Walli Klopp und ihre ehrenamtlichen Helferinnen der Bereitschaft im vergangenen Jahr aufgewendet, um die eingesammelten Kleidungsstücke zu sortieren und an Bedürftige weiter zu heben.

Die Ware stammt aus den Containern, die der BRK-Kreisverband flächendeckend im Landkreis verteilt hat. Sie sind mittlerweile in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. Die Kosten dafür übernehmen Händler aus der Altstofftextilbranche, die der Kreisverband mit Ware beliefert.

Denn längst nicht alles, was aus den Wertstoffbehältern kommt, hat Platz in der Kleiderkammer. Der Großteil fließt zurück in die Kreislaufwirtschaft. Die Statistik macht das deutlich. Im vergangenen Jahr sammelten die Helfer der Rotkreuzgemeinschaften über 10 000 Paar Schuhe und Socken, 5800 Garnituren Bettwäsche, 3715 Handtücher, 15 000 Teile Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung, 4505 Teile Unter- und Nachtwäsche, 3770 Sportartikel, 455 Gardinen, 3310 Teile Geschirr, 840 Spielsachen, 280 Taschen und jede Menge Haushaltsgeräte ein. "Der Verkaufserlös kommt unseren Bereitschaften zugute", versicherte BRK-Direktor Alfred Braun am Mittwoch. 2011 nahm das Deutsche Rote Kreuz 12 Millionen Euro aus dem Verkauf der Wertstoffe ein und versorgte 1,2 Millionen Menschen mit Altkleidern.
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