Beamter schießt mit Dienstwaffe - 19-Jähriger lenkt ein
Eltern und Polizei mit Messer bedroht

Lokales
Schwandorf
22.04.2013
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(nt/az) Ein 19-jähriger Mann aus dem Landkreis Schwandorf, der erheblich unter Alkoholeinfluss stand, bedrohte am Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr seine Eltern mit einem großen Küchenmesser. Daraufhin brachten sich die Angehörigen in Sicherheit und verständigten die Polizei.

Als der Mann im weiteren Verlauf mit einem Messer in der Hand auf die Einsatzkräfte zuging, gab ein Beamter einen Schuss aus der Dienstwaffe ab. Dies veranlasste den Jugendlichen, sich ohne Gegenwehr festnehmen zu lassen. Bei dem Einsatz gab es keine Verletzten.

Nach ersten Schilderungen befand sich der alkoholisierte junge Mann aber in einem mentalen Ausnahmezustand. Noch vor dem Eintreffen der Polizei konnten die Eltern und zwei Brüder des Mannes unverletzt das Weite suchen und sich an die Polizeieinsatzzentrale wenden. Mehrere Polizisten begaben sich daraufhin zum Einsatzort, der im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald liegt. Die eintreffenden Beamten bedrohte der Heranwachsende dann von einem Balkon aus mit den Worten, er werde sie umbringen. Dabei hielt er zwei große Küchenmesser in den Händen. Da sich zu diesem Zeitpunkt außer dem Mann keine weiteren Personen im Haus befanden, setzte die Polizei auf Zeit und rief die sogenannte Verhandlungsgruppe zum Einsatzort.
Versuche, mit dem 19-Jährigen in Kontakt zu treten, scheiterten jedoch mehrfach. Gegen 7.15 Uhr verließ der Jugendliche dann ohne erkennbaren Grund das Haus, überstieg einen Zaun und ging mit einem Küchenmesser bewaffnet auf Polizeibeamte zu.

Trotz mehrfacher Aufforderung blieb der Mann nicht stehen und legte auch das Messer nicht weg. Daraufhin gab ein Polizeibeamter einen Schuss aus seiner Dienstwaffe ab. Von diesem offensichtlich beeindruckt, ließ der junge Mann das Messer fallen und konnte anschließend überwältigt und unverletzt festgenommen werden. Hierbei leistete der 19-Jährige keinen Widerstand. Was der Auslöser für das Verhalten des jungen Mannes war, müssen die nun folgenden Ermittlungen klären. Die Staatsanwaltschaft Amberg und die Kriminalpolizei Amberg wurden bereits, wie in solchen Fällen üblich, hinzugezogen. Für den jungen Mann ist eine Unterbringung in einer Fachklinik geplant.
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