Biogas-Betreiber wollen neue Strukturen schaffen - MdL Schindler für Bestandsschutz
Keine Privilegien für Industrie

Markus Bäuml, Georg Friedl, Rainer Weng, Harald Heinl und Franz Schindler (von links) sprachen über "Chancen und Risiken der Stromdirektvermarktung". Bild: rid
Lokales
Schwandorf
18.04.2013
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Der Landwirt Rainer Weng wohnt im Landkreis Donau-Ries, betreibt dort eine Biogasanlage und ist Sprecher der Regionalgruppe "Bayerisch Schwaben Nord" im "Fachverband Biogas e.V.". Dortige Betreiber, 80 an der Zahl, haben sich zusammengeschlossen und treten gegenüber den Energiekonzernen gemeinsam auf.

"Dadurch können wir besser verhandeln und auf den Strombedarf flexibler reagieren", sagte Rainer Weng beim 44. Stammtisch für Biogasanlagenbetreiber der "Regionalgruppe Oberpfalz" im Landgasthof Grabinger in Büchelkühn. Ein solchen Zusammenschluss kann sich Regionalsprecher Markus Bäuml (Burglengenfeld) auch auf Oberpfalzebene vorstellen. Die Strukturen dafür zu erarbeiten, dazu erklärten sich am Montag Florian Gebhardt (Fensterbach) und Martin Seidl (Neukirchen-Balbini) bereit.

Der Referent des "Fachverbandes Biogas", Georg Friedl, vermisst eine "gerechte Bewertung" der verschiedenen Energieträger und fordert ein Ende der "Privilegien für die industriellen Großbetriebe" bei den Strompreisen. Umweltgutachter Harald Heinl stellte effektivere Verfahrensweisen zum Betrieb von Biogasanlagen vor und riet dazu, Strom nur dann zu erzeugen, "wenn er auch gebraucht wird".

Für MdL Franz Schindler dürfe am Bestandsschutz für bestehende Verträge nicht gerüttelt werden. Jetzt gehe es darum, das Strompreisniveau auf ein vernünftiges Maß einzupendeln.
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