Chefärztin für neue Geburtshilfe-Abteilung aus Kelheim - Schließung "wäre eine Katastrophe"
Weiterhin Babyglück in Schwandorf

Lokales
Schwandorf
09.08.2014
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Im Landkreis werden auch künftig Kinder geboren. Das Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf sorgt dafür. Es wandelt zum 1. Januar 2015 die 30 Betten starke Belegabteilung in eine Hauptfachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe um. Chefärztin wird Dr. Susanne Merl, bisher Leitende Oberärztin an der Goldberg-Klinik in Kelheim.

Der Geschäftsführer des St. Barbara-Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, Dr. Martin Baumann, bestätigte diese Personalie auf NT-Anfrage. Mit Dr. Susanne Merl wechseln gleichzeitig drei weitere Frauenärztinnen von Kelheim nach Schwandorf. Der Geschäftsführerin der Goldberg-Klinik Dagmar Reich zufolge werden Ärztinnen, die in Kelheim ihre Facharztausbildung abgeschlossen haben, in Schwandorf leitende Arztstellen übernehmen. Kelheim ist inzwischen auf der Suche nach Nachfolgern.

Baumann legt auf eines besonderen Wert: "Die Ärztinnen sind auf uns zugekommen." Und das Krankenhaus hat wohl sofort zugegriffen. Die Ärztinnen haben offenbar Wind davon bekommen, dass Schwandorf eine Hauptabteilung aufbauen will. Laut Baumann wird diese mit Dr. Merl als Chefin, drei Oberärztinnen und fünf Assistenzärzten besetzt. Letztere sollen zum Teil von der Hedwigsklinik Regensburg, die ebenfalls zu den Barmherzigen Brüdern gehört, kommen. Über qualifiziertes Pflegepersonal und Hebammen verfüge Schwandorf bereits. "Das ist die komplette Mannschaft, die eine 24-Stunden-Versorgung braucht", informiert Baumann weiter und freut sich über das seltene Glück, dass vier Mediziner von einem Krankenhaus wechseln. "Das ist ein geschlossenes Team, das sich kennt." Die Belegärzte Dr. Bernd und Peter Schleicher sowie Dr. Wolfgang Schleicher wollen sich aus Altersgründen zurückziehen. Ihre Praxistätigkeit werden sie in einem medizinischen Versorgungszentrum fortsetzen. Eine Zusammenarbeit mit dem noch verbliebenen Belegarzt Ali Fadel als Konsiliararzt ist geplant. "Es wäre eine Katastrophe, wenn die letzte Geburtshilfe und gynäkologische Versorgungsstation im Landkreis schließt," sagt Baumann. Der Übergang erfolge nahtlos. Auch zum Jahreswechsel können Schwangere zum Entbinden kommen, hieß es bereits vonseiten des Krankenhauses bei der Geburt des 300. Babys Ende Juli.
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