30.04.2004 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

"Creato muss sich nur bewegen", sagt der Oberbürgermeister - Konter auf CSU-Pressekonferenz Hey wehrt sich gegen TWF-Vorwürfe

Die Retourkutsche war zu erwarten. Und sie kam gestern auch prompt: In massiver Form hat sich Oberbürgermeister Helmut Hey am Donnerstag gegen die von der CSU-Stadtratsfraktion und von dem Repräsentanten der "Creato Projekt AG", Ferdinand Pfiffner, erhobenen Vorwürfe gewehrt.

von Autor HOUProfil

Am Montag hatten sich führende CSU-Fraktionsvertreter an die Seite der "Creato" gestellt und der Stadt vorgehalten, sie würde das bereits mit intensiven Beplanungen des TWF-Geländes befasste Unternehmen regelrecht ausgrenzen (wir berichteten). Dies wies Oberbürgermeister Helmut Hey gestern von sich und konterte: "Die Creato muss sich nur bewegen". Dann bliebe sie als Investor für das TWF-Areal mit in den Beratungen.

Anhand einer genauen Datenauflistung berichtete der Oberbürgermeister davon, dass die "Creato" mit Sitz in Alzey bisher einen einzigen Beplanungsentwurf vorgelegt habe. Als der dann vom Ausschuss behandelt worden sei, habe es durch die Bank Ablehnung gegeben. In diesem Zusammenhang zitierte Hey den CSU-Stadtrat Michael Kaplitz, der am 24. Juli 2003 in der fraglichen Sitzung sagte: "Die Vorlage ist eine der schlechtesten in der Geschichte des Stadtrats".

Seither, so fuhr Hey fort, habe sich schlichtweg nichts an den Planungen der "Creato" geändert. Ein neuer Plan, so wie ihn der lokale "Creato"-Repräsentant Ferdinand Pfiffner bei der CSU-Pressekonferenz ins Gespräch gebracht habe, existiere offiziell bei der Stadt nicht. Er sei nie eingereicht worden. Allerdings habe Pfiffner das Papier gewissermaßen "zwischen Tür und Angel einmal dagelassen".

Dem mit keinerlei Antragscharakter versehenen Papier, so der OB, habe er entnommen, dass es nun eine so genannte "TWF-Spange" im östlichen Bereich des Areals geben solle. Doch eine solche Spange, an ihren Ausfahrten mit Kreisverkehrregelungen versehen, könne es nicht geben. Zumal schon deswegen, weil dann der gesamte Anlieferverkehr für die auf TWF-Gelände vorgesehenen Geschäfte blockiert sei. Außerdem kämen damit auf die Stadt erhebliche Kosten zu.

Generell unterstrich Ob Hey gestern. "Für uns existiert nach wie vor die Creato-Absicht als Bauvoranfrage aus dem Jahr 2002". Deshalb wundere es ihn, so Helmut Hey weiter, dass sich die CSU-Fraktion nunmehr an die Seite des Alzeyer Projektanten stelle. "Bisher befand sich die CSU immer konträr zur Creato, fuhr der OB fort und ergänzte: "Erfreulich ist allerdings, dass die Christsozialen jetzt ihre bisherige Einstellung aufgeben und sich bewegen". Am kommenden Mittwoch will Hemut Hey den Planungsausschuss mit dem Thema "TWF" befassen und dabei erneut die von der Stadt vorgesehene Verkehrsführung diskutieren. Dabei wird auch über die Absicht der Stadt zu reden sein, rings um das Gelände eine Straße zu ziehen. Dies ginge ohne "Spange" vor sich und wäre laut Hey eine kostengünstige Lösung. "Denn die müsste der Investor bezahlen". Außerdem soll dann auch über eine "attraktive Anbindung an die Innenstadt" gesprochen werden.

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