27.04.2004 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

CSU an der Seite des Investors - Fraktionsvorstand: "Beim TWF-Gelände muss es jetzt voran gehen" "Creato" pocht auf Planungsrechte

Wenn es um die Bebauung des ehemaligen Tonwarenfabrik-Geländes geht, dann möchte die "Creato Projekt AG" mit Stammsitz in Alzey unter keinen Umständen das Feld räumen. "Unsere Vorleistungen sind enorm", unterstrich gestern Abend der Schwandorfer "Creato"-Repräsentant Ferdinand Dieter Pfiffner bei einer Pressekonferenz, zu der die CSU-Stadtratsfraktion eingeladen hatte.

von Autor HOUProfil

Für den CSU-Fraktionschef Reiner Kolloch und seinen Stellvertreter Andreas Wopperer steht fest: "Es muss sich endlich etwas tun auf diesem Gelände". In seiner Haushaltsrede hatte Kolloch vor Wochenfrist in diese Richtung plädiert, gestern erhob er seine Forderung ein weiteres Mal. Die "Creato Projekt AG" bezeichnete Kolloch als "guten Partner", mit dem zusammen man die Bebauung samt einer vernünftigen Verkehrsführung unzweifelhaft meistern könne. Auch - und das wurde deutlich angesprochen - wenn Oberbürgermeister Helmut Hey nicht mehr an den "Creato"-Überlegungen festhalte.

Seit langer Zeit scheiden sich die politischen Ansichten an der so genannten "TWF-Spange". Ist sie notwendig? Die SPD samt dem OB verneint dies bisher, die CSU drängt darauf. Einem Plan, den "Creato"-Repräsentant Ferdinand Pfiffner gestern Abend vorlegte und den auch die Stadt seit Januar 2004 hat, lässt sich entnehmen, dass der Investor diese Spange von ihrem ursprünglich angedachten Verlauf entlang der Fabrikstraße verlegt hat. Sie würde nach dem präsentierten Entwurf am östlichen TWF-Geländerand das Areal durchschneiden. Von der Wackersdorfer Straße abzweigend, in den Bereich Karmelitenstraße/Steinberger Straße mündend. Allerdings so, dass sie Wohn- und Geschäftsbebauung klar voneinander abgrenzt.

Ferdinand Pfiffner signalisierte auch ansonsten die uneingeschränkte Bereitschaft, mit der Stadt "an einer vernünftigen Verkehrslösung zu arbeiten". Die Spange würde von "Creato" zumindest vorbereitet, an Überlegungen zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens am Wendelinplatz und in der Friedrich-Ebert-Straße wolle sich "Creato" gerne beteiligen. Pfiffner: "Wir haben auch an anderen Orten gezeigt, dass wir nicht kleinlich sind".

Die CSU-Stadtratsfraktion hält die "Creato Projekt AG" für einen geeigneten und finanziell potenten Partner. Fraktionschef Kolloch machte dies deutlich und forderte gestern dazu auf, "dass wir uns gemeinsam an einen Tisch setzen und über Detailfragen beraten". Starten aber müsse die Gesamtmaßnahme nun. Man könne sie nicht noch länger hinausschieben. Worauf die Frage kam: "Hat der Investor mit Sitz in Alzey nach wie vor eine Zusage des Unternehmens Hutschenreuther im Hinblick auf einen Erwerb des TWF-Grundstücks?" Ferdinand Pfiffner beantwortete sie mit einem klaren "Ja". Ergänzend fügte er hinzu: "Unser Bestreben ist es jetzt, gemeinsam mit der CSU-Fraktion Schritt für Schritt voran zu kommen". Dies gehe aber nicht, wenn OB und Verwaltung keine Gespräche mehr mit "Creato" führen wollten. Darum, so Pfiffner, habe sich der Investor immer wieder bemüht und sei im Vorfeld auf viele Forderungen eingegangen. Ohne größeren Erfolg allerdings.

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