Der Schwandorfer Blasturm über der Stadt
Zeuge der Vergangenheit

Lokales
Schwandorf
03.05.2013
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Großes Glück hatte er, der Blasturm von Schwandorf. Mehr als ein halbes Jahrtausend hat er überstanden. Zum einen steht er nicht auf einer der vielbefahrenen Verkehrsadern der Stadt, sondern auf halber Höhe des Weinberges; dort war er niemandem im Wege - und die Spitzhacke verschonte ihn.

Zum anderen ist er stabil gebaut, für einen Turmbau des ausgehenden Mittelalters recht geräumig, so dass man ihn zur Not auch als Wohnung einrichten konnte - und auch benützte. Auch das hinderte kühne Stadtplaner, den Abbruch von einem Tag auf den anderen durchzuführen.

Schließlich kam 1825 mit Ludwig I. in Bayern ein König an die Regierung, der den Gemeinden energisch verdeutlichte, dass man Zeugnisse der Vergangenheit erhalten müsse. So steht der Turm noch heute neben der Auffahrt zum Weinberg, wuchtig, eindrucksvoll, der letzte augenfällige Überrest einer einst ummauerten Stadt.

Ursprünglich hieß er Neuturm. Auf dem höchsten Punkt aller Befestigungsanlagen erbaut, diente er als Wachturm. Er besaß keine Tordurchfahrt; der Türmer bewohnte die Räume hinter den schützenden Wänden.

Kostenlos zu besichtigen ist der Turm wieder am 12. Mai.
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