Dieter Jäger sieht sich als "Vordenker" - Autofreie Zone - Sepp-Simon-Stadion beleben
Der erste OB-Kandidat ist gekürt

Oberbürgermeisterkandidat Dieter Jäger im Kreise seiner Anhänger, die er bei der Nominierungsversammlung aufforderte, ihn im Wahlkampf kräftig zu unterstützen. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
03.05.2013
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Schon seit längerem schlage ihm eine "ungeahnte Sympathiewelle" entgegen, spürt Stadtrat Dieter Jäger. In seinen Gesprächen mit den Bürgern erfahre er: "Sie wollen einen gerechten und parteiunabhängigen Oberbürgermeister". Mit diesem Anspruch stellt sich der Polizeibeamte im nächsten Jahr zur Wahl. Die Basis der Freien Wähler erteilte ihm bei der Nominierungsversammlung am Donnerstag in der Schmidt-Bräu-Gaststätte mit einem eindeutigen Votum den Auftrag dazu.

Es herrscht Aufbruchsstimmung bei den Freien Wählern. 60 Leute drängten in das Nebenzimmer der Gaststätte und sagten dem Oberbürgermeisterkandidaten ihre Unterstützung zu. Die Stadt sei auf der Suche nach einem "Kümmerer", erklärt ihnen Dieter Jäger, einem, der Führungsqualitäten besitze, Verantwortung für 300 Mitarbeiter trage und dem das Wohl der Bewohner am Herzen liege.

Die Gemeinde brauche ferner einen "Vordenker mit Visionen" und "einen Kaufmann, der die Balance zwischen Investitionen, Rücklagen und Schuldenabbau im Auge hat". Der 49-jährige verheiratete Familienvater mit vier eigenen und mehreren Tagespflege-Kindern ist beruflich Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion Schwandorf und engagiert sich nicht nur politisch, sondern auch sportlich als Vorsitzender der FT Eintracht Schwandorf.

Als Sprecher der bayerischen Sportjugend und Mitglied im Vorstand des Kreisjugendrings sowie als Stellvertreter des Oberbürgermeisters wisse er, so Jäger, "wo die Menschen der Schuh drückt und wie Politik funktioniert". Dieter Jäger bewirbt sich um das Amt des Oberbürgermeisters, "weil wir in der Stadt keinen Gutachter, sondern einen Manager brauchen, der sich persönlich um die Ansiedlung von Wirtschaft und Arbeit kümmert und Visionen zur Gestaltung der Innenstadt entwickelt".
Der FW-Stadtrat plädiert für eine "autofreie Zone in der Innenstadt", will das Sepp-Simon-Stadion stärker beleben und die Dorfgemeinschaften in den Ortsteilen stärken. Plänen einer Privatisierung von Wasserwerk oder Bauhof erteilte er eine klare Absage.

Dreh- und Angelpunkt ist für Dieter Jäger die Haushaltspolitik. "Wir müssen vor allem die Bilanz zwischen den städtischen Investitionen und den Schulden verbessern", so sein Credo. 24 Millionen Euro an Verbindlichkeiten seien zu viel, "da müssen wir runterkommen, um handlungsfähig zu bleiben".

Von den 39 abgegebenen Stimmen entfielen bei einer Enthaltung 36 auf Dieter Jäger und zwei auf den Mitbewerber Siegfried Lotter. Dem OB-Kandidaten gratulierten stellvertretende Landesvorsitzende Marion Hälsig, Kreisvorsitzender Joachim Hanisch und Ortsvorsitzender Werner Müller.
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