Diplom-Ingenieur Karl Heinz Jobst referiert bei ÖDP-Veranstaltung
Funk nicht in Wohngebiete

Lokales
Schwandorf
27.04.2013
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Karl Heinz Jobst (Erding) vergleicht die Mobilfunk-Vernetzung der Sicherheitsbehörden mit dem Aufbau der Autobahn-Mautstellen. Es werde Jahre dauern und unendlich viel Geld kosten, bis die Technik funktioniere, befürchtete der Diplom-Ingenieur (FH) bei einer Informationsveranstaltung der ÖDP am Mittwoch in der Schmidt-Bräu-Gaststätte.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende und Mobilfunkbeauftragte der Partei geht von zehn Milliarden Euro an Kosten aus. Was beim Mobilfunk aber im Gegensatz zur Maut noch dazukomme, seien die gesundheitlichen Gefahren. Der Sachverständige für Vermessung und Geoinformation verwies auf internationale Studien, die vor einem erhöhten Krebsrisiko, Schwächung des Immunsystems und der Ausschüttung von Stresshormonen warnten.

Bei minderschweren Belastungen könne die Strahlung zu Schwindel, Unwohlsein, Nervosität und Atemnot führen. Unter diesen Gesichtspunkten sei die Standortwahl für Mobilfunksendeanlagen von entscheidender Bedeutung, so der Referent. Karl Heinz Jobst lehnt Standorte in Wohngebieten grundsätzlich ab, weil die Masten nicht nur die Gesundheit der Anwohner gefährdeten, sondern auch zu einer erheblichen Wertminderung der Immobilien führten. Jobst lieferte so noch einmal Munition für die Diskussion um den Standort für den digitalen Behördenfunk auf dem Wasserturm auf dem Weinberg.
"Wir sind nicht gegen den Ausbau des digitalen Mobilfunknetzes", stellte ÖDP-Kreisvorsitzender Alfred Damm ausdrücklich fest. Solange aber keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse über die Gefahren vorlägen, müsse man nach Standorten außerhalb von Wohngebieten suchen. Ansonsten käme der Netzaufbau "einem Großversuch an der Bevölkerung" gleich, dessen Folgen sich erst nach Jahrzehnten zeigten.
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