11.08.2014 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Ehemaliges Schwestern-Gebäude wird umgebaut - Wohnungen für junge Auszubildende Neues Dach für "Guten Hirten"

Am "Haus des Guten Hirten" wird derzeit kräftig gebaut. An der Georg-Schambeck-Straße entsteht ein Gebäude für eine heilpädagogische Jugendgruppe. Im ehemaligen Gebäude der Schwestern entstehen unter der Regie der Katholischen Jugendfürsorge Wohnungen für Jugendliche, die hier ihre Berufsausbildung absolvieren.

Die Schule und das Internat am "Haus des Guten Hirten". Das ehemalige Schwestern-Gebäude wird saniert und umgebaut. Bild: hfz
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Das ehemalige Kloster in Ettmannsdorf - heute Haus des Guten Hirten - betreibt die Katholische Jugendfürsorge (KJF) der Diözese Regensburg seit 1981 als Berufsschule, seit 1992 zusätzlich mit einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation für junge Menschen mit einem besonderen Förderbedarf. Die Sanierung des Gebäudeteils, in dem ehemals Schwestern wohnten, startete. Der Gesamtleiter des Hauses, Otto Storbeck, führte zu Beginn der Arbeiten KJF-Direktor Michael Eibl sowie Gerhard Nestler, den stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats, durch das Gebäude.

Dort entstehen auf zwei Stockwerken 22 Plätze mit überwiegend Einzelzimmern mit Dusche und Multimediaausstattung. Künftig werden dort Jugendliche in zwei Gruppen während ihrer Ausbildung wohnen und leben. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung im zweiten Stock werden außerdem die für den Schwesternkonvent benötigten Räumlichkeiten geschaffen.

"Wir kommen damit dem steigenden Bedarf an Ausbildungs- und Wohnangeboten für benachteiligte junge Menschen in der Region nach", erklärte KJF-Direktor Eibl. Die KJF sei in ihren drei Ausbildungseinrichtungen und drei Förderberufsschulen in Abensberg, Plattling, Regensburg und Ettmannsdorf erfahrener und kompetenter Partner von jährlich rund 1 600 jungen Menschen, heißt es in einer Pressemitteilung. "Das neue Wohnangebot zeitgemäß auszustatten, ist uns ein großes Anliegen", sagte Storbeck, "denn die jungen Leute sollen sich hier wohlfühlen und ihre Ausbildung in einer auf ihre Bedürfnisse hin ausgerichteten Umgebung absolvieren." Dazu wolle man das historische Ambiente geschickt mit modernen Wohn- und pädagogischen Konzepten vereinen.

Nach wie vor werde in der pädagogischen Arbeit viel Wert auf Gemeinsamkeit gelegt, erklärte Storbeck weiter. Großzügig angelegte Gemeinschaftsräume sollen das Miteinander der jungen Bewohner unterstützen. Die Baukosten für das Jugendwohnen belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Die Katholische Jugendfürsorge bringt Eigenmittel in Höhe von 535 000 Euro ein. Ein KfW-Darlehen über 1 125 000 Euro und eine Förderung der Bayerischen Landesstiftung in Höhe von 240 000 Euro tragen zur Finanzierung des Bauprojektes bei. Umbau und Sanierung des Gebäudeteils im ehemaligen Kloster betreffen eine Nutzfläche von etwa 730 Quadratmetern. Auch das Dach wird erneuert und die Dachkonstruktion entsprechend angepasst. Der Abschluss des Sanierungsprojektes ist für Oktober 2015 geplant.

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