Feldgeschworene für langjährige Mitarbeit ausgezeichnet
Ältestes Ehrenamt im Freistaat

Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch (rechts) und Vermessungsdirektor Engelbert Zollner (links) zeichneten langjährige Feldgeschworene aus. In der zweiten Reihe die Bürgermeister der jeweiligen Gemeinden. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
02.05.2013
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Das kommunale Ehrenamt der "Feldgeschworenen" geht bis ins 14. Jahrhundert zurück und gilt damit als das älteste in Bayern. Auch in Zeiten moderner Technik und digitaler Flurkarten seien die Grenzhüter als Bindeglieder zwischen Bürger und Gemeinde gefragt, betonte Leitender Vermessungsdirektor Engelbert Zollner bei der Ehrung langjähriger Mitarbeiter am Montag im Sitzungssaal des Landratsamtes.

In Bayern unterstützen rund 20 000 Feldgeschworene die hauptamtlichen Mitarbeiter der Vermessungsämter, 50 von ihnen im Landkreis Schwandorf . "Bis hierher und nicht weiter", bekommt zu hören, wer "seine Grenzen" überschreiten will. Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch griff diese Redewendung bei der Ehrung der "Siebener" auf und betonte: "Der Grenzwächter muss bei den Bürgern Vertrauen genießen und über seine Arbeit Stillschweigen bewahren".

Das Ehrenamt des Feldgeschworenen sei nicht nur das älteste, sondern auch das einzige, das auf Lebenszeit vergeben werde, betonte Behördenleiter Engelbert Zollner. Die Vermessungsgebühren könne sein Amt deshalb so niedrig halten, "weil wir auf ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen können". Der Feldgeschworene kenne die Verhältnisse in seiner Gemeinde und könne den hauptamtlichen Mitarbeitern wertvolle Tipps im Umgang mit den Bürgern geben.
Seit 50 Jahren üben das Ehrenamt Georg Knaus (Burglengenfeld) und Max Weindler (Neukirchen- Balbini) aus. Eine Ehrenurkunde und den "Jahresband zur Kulturgeschichte" erhielten für 40-jährige Mitarbeit Karl Buckenleib, Josef Graf, Johann Segerer, Johann Vogl und Johann Würdinger (alle Burglengenfeld), Richard Zimmermann ( Oberviechtach), Georg Bauer und Ludwig Forster (beide Schwarzach bei Nabburg), Xaver Ries (Schmidgaden), Andreas Seebauer (Nittenau), Albert Danner und Johann Ettl (beide Neunburg v.W.) sowie Josef Prechtl und Johann Schießl (beide Trausnitz).
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