Grüne schauen sich an, was mit Wertstoffen geschieht
Zurück in den Kreislauf

Lokales
Schwandorf
14.04.2013
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Seit 1994 übernimmt das "Wertstoffzentrum Schwandorf GmbH" im Auftrag des Landkreises die Aufgabe, wiederverwertbare Abfälle der Haushalte, Kommunen und Betriebe zu sortieren und in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Geschäftsführer Thomas Forster lobt die Bereitschaft der Bevölkerung "zur gewissenhaften Sortierung der Wertstoffe". Beim Besuch einer "Grünen-Delegation" öffnete er einen beliebigen blauen Sack aus dem "Müllberg" und stellte fest: "Hier ist nichts drin, was da nicht hinein gehört".

Papier, Metalle und Kunststoffe liefern täglich Transportfahrzeuge aus dem gesamten Landkreis in riesigen Mengen zur Anlage in der Bellstraße. Dort sind über 50 Personen damit beschäftigt, den Müll per Hand und mit Hilfe von Maschinen zu sortieren, anschließend in Ballen und Pakete zu pressen und an wiederverwertende Firmen abzugeben. Gegen Entgelt, mit dem sich der Betrieb wirtschaftlich rechnen und selbst tragen muss.

Grünen-Kreisvorsitzender Rudi Sommer betonte "die große Bedeutung des Wertstoffzentrums", möchte allerdings den Recycling-Kreislauf anders steuern: Abfall möglichst vermeiden, den dennoch anfallenden Müll sammeln und wiederverwerten und die Verbrennungsmengen auf das Nötigste reduzieren: Das sind die Prioritäten, die die Grünen setzen. Sie fordern deshalb die Biotonne für Gartenabfälle und Küchenreste und eine Wertstofftonne für "den trockenen, trennbaren Müll". Sommer kritisiert auch den "Verpackungswahn der Industrie" und wünscht sich eine Reduzierung auf das Nötigste.
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