Hauptausschuss beschließt Regelung - Rituelle Waschung im Sektionsraum möglich
Gräberfeld für muslimische Verstorbene

Lokales
Schwandorf
18.04.2013
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Im städtischen Friedhof an der Wackersdorfer Straße wird ein Gräberfeld für Verstorbene islamischen Glaubens eingerichtet. Das beschloss der Hauptausschuss einstimmig. Außerdem wurde die Nutzung des Sektionsraumes für die rituelle Wachung, die der islamische Ritus vorschreibt, in der Satzung geregelt.

Das Gräberfeld wird in der Abteilung 32 am Hang ausgewiesen. Die Grabstätten werden nach Osten ausgerichtet sein, wie es die Religion verlangt. Die Gestaltung sei mit der türkisch-islamischen Gemeinde abgesprochen, erläuterte Melanie Kraus, in der Verwaltung für das Friedhofswesen zuständig. In der Abteilung 30 a gibt es bereits ein Gräberfeld für verstorbene Kinder islamischen Glaubens.

Für die Nutzung des Sektionsraumes für die rituelle Waschung werden 50 Euro Gebühren fällig. Hier kommt die Stadt den Muslimen entgegen, normalerweise kostet die Nutzung des Raumes das Doppelte. Die Stadt habe sich hier an Nachbarkommunen orientiert, so Kraus. Eine Bestattung in einem Tuch, wie sie nach islamischem Ritus vorgesehen ist, sei allerdings aus rechtlichen Gründen nicht möglich, so Oberbürgermeister Helmut Hey. Die Bestattung im Sarg ist in Bayern vorgeschrieben.
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