Hauptausschuss diskutiert Verdopplung der Kosten für Grüngutentsorgung - Privater Anbieter ...
Teufelskreis Gebührenrechnung

Lokales
Schwandorf
18.04.2013
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Die Grüngutannahme im Recylinghof soll deutlich teurer werden. Ein Entwurf der Verwaltung sieht eine Verdopplung der Gebühren auf 20 Euro pro Kubikmeter vor. Zum Vergleich: Die Firma Hofmann in Klardorf verlangt 3,50 euro je angefangenen halben Kubikmeter. Der Hauptausschuss schob die endgültige Entscheidung dem Stadtrat zu.

Die Kosten der Grüngutannahme müssten aus rechtlichen Gründen mit Gebühren gedeckt werden. Die anteiligen Personalkosten von etwa 5000 Euro müssten den Entsorgungskosten von gut 5500 Euro zugeschlagen werden. Bei 460 Kubikmeter angeliefertem Grüngut im vergangenen Jahr müsste die Stadt sogar 23 Euro je Kubikmeter verlangen, um die Kosten zu decken. "Damit erreichen wir das Gegenteil dessen, was wir wollen", waren sich Andreas Wopperer (CSU) und Franz Schindler (SPD) einig. Mit höheren Gebühren bestehe das Risiko, dass mehr Grüngut in die Landschaft gekippt wird. Andererseits werden noch mehr Kunden die Entsorgung bei der Firma Hofmann in Klardorf nutzen. Weniger Aufkommen bei gleichen Kosten bedeutet aber noch höhereres Defizit. Ein Teufelskreis. "Das ist einer der wenigen Fälle, wo ein Privater die Leistung billiger erbringen kann als wir," sagte Oberbürgermeister Helmut Hey. Nach einer Forderung des Prüfungsverbandes muss die Stadt aber eine eigene Grüngutentsorgung vorhalten und darf sie nicht nur einem privaten Dritten überlassen. Der Hauptausschuss reichte das Thema ohne Empfehlung an den Stadtrat weiter.
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