Hegeschau: Johann Vornlocher verlangt Umdenken im Ministerium - Erich Jäger von Bläsern ...
Kein Verständnis für Rehbock-Verordnung

Ehrenhornmeister Erich Jäger nahm nach 41 Jahren endgültig Abschied als aktiver Musiker. Bei der Hegeschau spielte er zum letzten Mal für die Jagdhornbläser des Jägervereins St. Hubertus, die er 34 Jahre leitete. Bild: rid
Lokales
Schwandorf
02.05.2013
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Die Jagdhornbläsergruppe des Jägervereins St. Hubertus feierte 2012 das 60-jährige Bestehen. Von 1972 bis 2006 leitete Erich Jäger das 20-köpfige Ensemble und führte es zu beachtlichen Erfolgen. Als Ehrenhornmeister blieb er der Gruppe auch unter seinem Nachfolger Wolfgang Prebeck erhalten. Bei der Hegeschau am Samstag im Schützenheim verabschiedete sich Erich Jäger endgültig als aktiver Musiker.

Jägervereinsvorsitzender Hans Vornlocher und Hornmeister Wolfgang Prebeck bedankten sich für "die hervorragende und unermüdliche Arbeit zum Wohle der Jagdhornbläsergruppe" mit Geschenken.

Das Ergebnis des forstlichen Gutachtens zur Situation der Waldverjüngung veranlasste den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Jagdkreisgruppen im Landkreis Schwandorf, Hans Vornlocher, zu der Feststellung: "Die Jägerschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht und den gesetzlichen Auftrag erfüllt" . Deshalb stoße bei ihm eine neue Verordnung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums auf völliges Unverständnis. In Zukunft soll "der fahrlässige Abschuss von Rehböcken während der Schonzeit" nicht mehr als Ordnungswidrigkeit gelten.
Gut heißen und praktizieren könne diese Regelung nur derjenige, so Hans Vornlocher, "der gerne auf alles schießt, was ihm vor die Büchse kommt". Mit verantwortungsvoller Hege habe das nichts mehr zu tun.

Enttäuscht ist der Sprecher der Landkreis-Jäger vor allem vom Bayerischen Bauernverband und dem Bayerischen Waldbesitzerverband, die einen entsprechenden Antrag im Landwirtschaftsministerium eingebracht hatten. Hans Vornlocher stellte sich die Frage: "Was haben sich unsere Freunde und Mitstreiter, die Waldbauern und Landwirte, dabei bloß gedacht?" Sollten sie in dieser Angelegenheit keinen Rückzieher machen, sieht der ARGE-Vorsitzende "dem vielgepriesenen Miteinander in Zukunft skeptisch" entgegen.

Dabei ist für Hans Vornlocher ein Schulterschluss heute wichtiger denn je. Er forderte Jäger, Landwirte und Waldbesitzer auf, jeden Bestrebungen zu begegnen, "die den Wildbestand aus rein ideologischen und kommerziellen Gründen ausdünnen oder gar zerstören wollen". Die Jägerschaft sei bestrebt, die Jagd nachhaltig und im Einklang mit forstwirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Zielen zu betreiben.
Forstdirektor Alwin Kleber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kam nach 600 Stichproben in den 18 Hegegemeinschaften des Landkreises zu dem Schluss: "Die Ergebnisse sind so gut ausgefallen, wie dies in den 26 Jahren seit Beginn der Erhebungen noch nicht der Fall war". Er forderte die Waldbesitzer auf, die vorhandenen Schadflächen wieder mit standortgerechten Baumarten aufzuforsten. Gleichzeitig mahnte der Forstdirektor die Jäger, den Wildbestand so zu regeln, "dass sich die Wälder gut entwickeln können".
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