22.08.2014 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Karl Holmeier hält sie aber angesichts des Mordens für alternativlos - Marianne Schieder: ... Waffenlieferung: "eine harte Entscheidung"

Karl Holmeier (CSU) Bilder: Götz (2)
von Irma Held Kontakt Profil

Sein Ja zu den Waffenlieferungen an die Kurden ist kein einfaches, aber Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier (CSU) sieht keine Alternative, um der IS-Terrormiliz Einhalt zu gebieten. Marianne Schieder möchte ebenfalls nicht tatenlos zusehen. Alle diplomatischen und politischen Möglichkeiten seien zu nutzen.

"Es ist eine harte Entscheidung", sagt Holmeier. "Die Kanzlerin und die Regierung haben sicher lange gerungen." Allerdings müsse alles versucht werden, "um diese Barbarei zu stoppen". Er hält es für richtig, auch "Material zum Schutz der Soldaten", panzerbrechende Waffen etwa, zu liefern. "Wir können dieser Terrorgruppe nicht freien Lauf lassen." Was mit den Waffen in der Hand der Kurden später passiert, ist für Holmeier wegen des grausamen Mordens momentan nachrangig.

Schieder meldet sich kurz schriftlich aus dem Zeltlager des BDKJ in Furth im Wald. Sie nennt die Situation im Irak dramatisch. "Seit Wochen erhalten wir von dort schockierende Nachrichten. Mit unvorstellbarer Brutalität ist die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) auf dem Vormarsch und mordet Männer, Frauen, Kinder." Den deutschen Grundsatz Waffen nicht in Krisengebiete zu liefern, findet sie richtig. Aber: "Wir können dem brutalen Vorgehen der radikalen IS-Miliz nicht tatenlos zusehen und müssen alle diplomatischen und politischen Möglichkeiten nutzen."

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