06.02.2004 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kelheimer Unternehmer errichtet Ärzte-, Sauna- und Physiotherapie-Zentrum - Gestern vorgestellt Ein Millionenprojekt im Stadtosten

Die Debatte stand nicht auf der Tagesordnung. Sie brachte gestern im Bauausschuss des Stadtrates ein 4,5-Millionenprojekt erstmals an die Öffentlichkeit. Dabei handelt es sich um ein überdimensionales Ärztehaus, das im Dreiecksbereich Schwimmbadstraße/ Hoher-Bogen-Straße noch heuer fertig gestellt werden soll.

von Autor HOUProfil

Das Schwandorfer Planergespann Pracht/Knipl hat das Gebäude entworfen und dabei nach Ansicht der Stadträte eine "hochattraktive Lösung" gefunden. Das Ärztehaus (wobei dieser Begriff eher untertrieben ist) wird in einer Sternform entstehen. Errichtet wird es von dem Kelheimer Unternehmer Hermann Meier und seiner Firma "Hermi-Bau".

Nicht allein nur Ärzte sollen in dem Komplex unterhalb der Oberpfalzhalle ein Domizil finden. Während sie im Obergeschoss ihre Praxen betreiben werden (Bauherr Meier: "Sämtliche Einzelbereiche des Gebäudes sind bereits vermietet"), gibt es im Erdgeschoss ein Fitness- und Physiotherapiezentrum samt einer groß angelegten Saunalandschaft. Mit dabei ist außerdem ein kleinerer Verkaufsbereich.

Das Ärztehaus wird 95 Stellplätze erhalten und von der Schwimmbadstraße her anzufahren sein. Notwendig erscheint den Planern eine Umlegung des in diesem Bereich Hoher-Bogen-Straße/Schwimmbadstraße vorhandenen Birkenlohgrabens. Das allerdings erscheint ihnen als möglich.

Wellness, Sauna, Physiotherapie in einem nach modernsten Gesichtspunkten errichteten Center: "Ich habe mit der Zustimmung keine Probleme", sagte Oberbürgermeister Helmut Hey, der Planern und Bauherrn wegen der zeitlich angesagten Eile gestern die Gelegenheit zu einer ursprünglich nicht auf der Tagesordnung vorgesehenen Präsentation gab.

"Wir sehen diese Pläne erstmals und sind beeindruckt", sagte Stadtrat Hans Hottner für die CSU-Fraktion. Er fügte hinzu: "Hier werden städtebauliche Akzente gesetzt, das wird eine Aufwertung für Schwandorf". Zumal, wie Hottner weiter unterstrich, "es sich hier fast schon um eine Klinik handelt".

Zustimmung kam auch von Stadtrat Hans Graf für die SPD. "Wir begrüßen diese Bereicherung für die Stadt sehr", ließ Graf wissen und nannte die vorgelegten Baupläne und Modellbilder "sehr gefällig". Bedenken hatte Hans Graf hinsichtlich der Zufahrt. Doch da sahen der Oberbürgermeister und die Planer "an sich keinerlei Probleme".

Schon am 2. März sollen nach Darlegung des Bauherrn Hermann Meier der erste Spatenstich für das Zentrum sein. An die Fertigstellung ist im Oktober gedacht. "Ob das gehen wird?", fragte der OB. Doch Meier ist da zuversichtlich.

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