Mackie Messer bei Kunz-Tagen

Die Kostüme sitzen bereits. Für die Premiere proben die Schauspieler noch fleißig. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
04.05.2013
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Der Galgen wartet schon. Wenn die Glocken von Westminster zum dritten Mal läuten, müssen sie ihn gehenkt haben, diesen Jeff Macheath, den alle Welt nur "Mackie Messer" nennt. "Wir wollen die Leute nicht warten lassen", sagt er selbst und setzt zu einer kleinen Rede an. "Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Anstellung eines Mannes?"

Sie hängen ihn natürlich nicht. Wenn Bertolt Brechts "Dreigroschenoper" tatsächlich eine Oper wäre, wäre dieses tragische Ende gerechtfertigt. Weil Brecht und der Komponist Kurt Weill eher in Richtung Musical oder Revue gedacht haben, gibt es in der "Dreigroschenoper" ein Happy End.

Am 16. Mai feiert dieses "Stück mit Musik" als Teil der Konrad-Max- Kunz-Tage Premiere im Sperlstadel. Erstmals wagt sich das "SADTheater" in der Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung in das Musiktheaterfach vor. Seit Wochen üben sich die Schauspieler deshalb auch im Gesang und proben mit der Pianistin Jolanthe Nikiel die Musiknummern aus dem Stück. Einige der Nummern aus der "Dreigroschenoper" sind zu Welthits geworden, "Und der Haifisch, der hat Zähne...", das Lied von der " Seeräuberjenny" oder auch der fetzige "Kanonensong". Regisseurin Christine Elsa Wagner legt in ihrer Inszenierung auch den Schwerpunkt auf die Musikstücke.

Aufführungen: Donnerstag, 16., Freitag, 17. und 24., Samstag, 25. Mai, 20 Uhr im Sperlstadel. Kartenvorverkauf: Tourismusbüro im Pfleghof, Telefon. 09431 / 45-550; Konrad Max Kunz Musikakademie, Spitzwegstraße 22, Telefon 09431 / 2109230
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