MdL Otto Zeitler führt Krankenhaus-Verhandlungen - Perspektiven für alle drei Standorte
CSU für Vertrag mit Asklepios

Lokales
Schwandorf
05.01.2010
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Die CSU geht bei der Neustrukturierung der landkreiseigenen Krankenhäuser in die Offensive. Sie macht den Vorschlag, alle drei Kliniken in Burglengenfeld, Nabburg und Oberviechtach dem Asklepios-Konzern zu übertragen. Dieser private Betreiber könne und wolle die Grundforderungen für alle drei Standorte erfüllen. Das ergaben Verhandlungen, die MdL Otto Zeitler führte.

"Wir haben eine Basis gefunden, die unseren Prämissen gerecht wird", betonte der CSU-Kreisvorsitzende Alexander Flierl am Montag bei einer Pressekonferenz in der CSU-Geschäftsstelle in Schwandorf. Insbesondere die medizinische Konzeption und die Sicherung der Standorte überzeuge in dem Konzept, das MdL Otto Zeitler federführend für die CSU-Kreistagsfraktion aushandelte.

Es sieht vor, dass Asklepios alle drei Häuser des Landkreises übernimmt. In Nabburg entstehe demnach ein Verbundklinikum mit der Asklepios-Klinik Lindenlohe, in der Chirurgie, Innere Medizin, ambulante Reha für den Hochleistungssport und ambulantes Operieren betrieben werden. Dazu kommt nach den Worten Zeitlers der Ausbau der Physiotherapie. "Die Scharte von 2003 würde dadurch, soweit möglich, wieder ausgewetzt", verspricht sich Zeitler davon einen Heilungsprozess für das bei der letzten Reform gebeutelte Haus.

Mit Notfalldienst

Der Landkreis könne Nabburg zu einem symbolischen Preis abgeben. Asklepios werde dann Eigentümer der Immobilie und Betreiber auf eigene Rechnung. Zu einer Rückzahlung von staatlichen Fördergeldern, die der Kreis bei der Sanierung des Hauses einstrich, komme es nicht. Die Pflegeeinrichtung "Haus St. Johannes" könne als Mieter bleiben.
An den Standorten Burglengenfeld und Oberviechtach werde sich nicht viel ändern. Hier könnten die bisher schon von Asklepios vorgelegten Angebote angenommen werden. Zusätzlich beteilige sich Asklepios aktiv am Aufbau und Betrieb einer funktionierenden Notfallversorgung im Landkreis. Davon partizipiere in erster Linie der Neunburger Raum.

Als mehrheitsfähig eingestuft

Bei der Übernahme der Belegschaft dürften die in Nabburg Beschäftigten mit den gleichen Bedingungen wie das Personal in Burglengenfeld und Oberviechtach rechnen. Wobei Zeitler schon zu bedenken gab, dass er es zunächst als Hauptaufgabe betrachte, die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Daran habe sich dann die Sicherung der Beschäftigung zu orientieren.

"Was jetzt auf dem Tisch liegt, ist unter den gegebenen Voraussetzungen das Beste, das wir herausholen können", zeigte sich der Abgeordnete aus Nabburg überzeugt, ein tragfähiges Konzept vorweisen zu können. Es gehe jetzt darum, dieses neue Konzept auf die Reihe zu bringen.

Einen darauf abzielenden Antrag an den Kreistag kündigte CSU-Fraktionschef Alexander Flierl an. Nach Signalen aus anderen Fraktionen gehe er genauso wie Zeitler davon aus, dass es in der voraussichtlich entscheidenden Kreistagssitzung am 25. Januar eine Mehrheit dafür geben werde. (Dazu Rubrik "Hintergrund")
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