Realschülerinnen lernen abseits von der Schulbank - Präsentation vor den Eltern
Projekte, die den Alltag auflockern

Lokales
Schwandorf
16.04.2013
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Die neunten Klassen der Mädchenrealschule St. Josef haben zuletzt drei Projekte verwirklicht und zu Ergebnissen aufbereitet, die sie am Donnerstag in der Turnhalle den Projektpartnern und Eltern präsentierten. Die jungen Damen leisteten soziale Dienste, praktizierten in einer Bank und beschäftigten sich mit den Chancen und Risiken digitaler Medien.

"Jenseits von Leistung und Leistungsmessung sind uns als kirchliche Realschule die Wertevermittlung und Wertebildung ein besonderes Anliegen", betonte Schulleiterin Marlies Hoffmann in ihrer Einleitung. Kathrin Lottner und Laura Singer (9a) moderierten den Abend und gaben zunächst die Bühne frei für das "Compassion-Team" der Klasse 9a.

Note wie bei Schulaufgabe

Die Schülerinnen hospitierten eine Woche lang in Altenheimen, Krankenhäusern und Behinderten-Werkstätten und schilderten in Szenenspielen, Filmen, an Schautafeln und in digitalen Präsentationen ihre persönlichen Eindrücke. "Wer in einem sozialen Beruf arbeiten will, muss teamfähig, freundlich, hilfsbereit und belastbar sein", so das Resümee der Schülerinnen.

Sie informierten sich über die Struktur der Häuser, deren Mitarbeiter, die geschichtliche Entwicklung, die Zielvorgaben und die Ausbildungsprofile. Die Praktikantinnen erzählten von ihren "emotionalen Erlebnissen" in der gynäkologischen Abteilung, auf der Intensivstation und im Umgang mit dementen Patienten. Ihr Fazit: "Neben der medizinischen Versorgung ist auch das seelische Wohlergehen wichtig für die Genesung der Patienten ".
Die Schülerinnen der Klasse 9b besuchten während ihres Projekts "Höflichkeit macht Schule" ein Benimmseminar und praktizierten in Kindergärten, im Hort, in der "Schwandorfer Tafel", bei Ärzten, Gastronomen und Banken. Dabei bekamen sie Tipps für das Bewerbungsgespräch, den Umgang mit Kunden und sicheres Auftreten. Die Teilnehmerinnen erstellen derzeit ein Unterrichtskonzept für die Schülerinnen der sechsten Klassen, in dem sie zu Rücksichtnahme, Höflichkeit und fairem Umgang miteinander auffordern.

Im dritten Projekt ging es um "Medienkompetenz und Internet". Die Schülerinnen zeigten die Gefahren auf, "die im weltweiten Netz lauern", und wie man ihnen begegnen könne. Es ging ferner um den Nutzen, die Risiken und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.

Die Teilnehmerinnen bekamen am Ende nicht nur ein Zertifikat, sondern auch eine Projekt-Note mit dem Wertungsgrad einer Deutsch-Schulaufgabe. Musikalische Beiträge und die Bewirtung der Gäste lockerten den Präsentationsabend auf.
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