17.08.2014 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Rundflug in Motor-, Segelflieger und Hubschrauber - Tandemsprünge - YKS-6 der Hingucker Einfach abheben - egal womit

Die YKS-6 wurde 1936 als Ambulanzflugzeug gebaut und zählt heute zu den schönsten historischen Doppeldeckern Europas. Am Wochenende verließ die Maschine wieder einmal das Deutsche Museum in München und landete auf dem Flugplatz Charlottenhof. Bewundert von den zahlreichen Gästen, die am Wochenende das dreitägige Fest des Flugsportclubs Schwandorf besuchten.

Die YKS-6, einer der schönsten historischen Doppeldecker Europas, kreiste über dem Flugplatzgelände in Charlottenhof.
von Ingrid Hirsch (RID)Profil

Der Oldtimer gilt bei den Piloten als äußerst zuverlässig und stabil. Er hat sich auch in den klimatischen Härten Alaskas bei Eis, Schnee und extremer Kälte bewährt. 1989 erfolgte eine vollständige Restaurierung des Flugzeugs. Im April 1997 überführten es die deutschen Piloten Walter Eichhorn und Marwig Herzog in 18 Flugstunden von Las Vegas quer über den amerikanischen Kontinent zum Stinnes International Airport (Mississippi). Dort wurde es zerlegt und in einem Container nach Deutschland verschifft. Seitdem ist die Rarität mit einer Spannweite von zehn Metern und einer Reisegeschwindigkeit von 190 Stundenkilometern im Deutschen Museum oder bei Flugschauen zu bewundern.

Nach einer vierjährigen Zwangspause, in der der Flugsportclub die Betriebssicherheit des Geländes wiederherstellte, ging der Verein erneut mit einem großen Flugplatzfest an die Öffentlichkeit und ließ den zahlreichen Besuchern nahezu alle Facetten der Luftfahrt erleben. Wer den Blick über das Oberpfälzer Seenland aus der Vogelperspektive genießen wollte, hatte die Qual der Wahl. Er konnte dies in einem Segelflieger, einem Motorflugzeug oder in einem Hubschrauber tun oder gar im Tandem mit dem Fallschirm aus der Antonov AN 2, dem größten Doppeldecker der Welt, abspringen.

Zum Programm gehörten ferner beeindruckende Motorkunstflüge, waghalsige Turns der Segelkunstflieger und die Vorführungen mit historischen Maschinen, deren Piloten die Zuschauer mit Rauchzeichen grüßten. Unter ihnen war auch die Bücker-Staffel mit drei Jungmann-Doppeldeckern aus Dachau-Gröbenried. Eine besondere Art des Fliegens demonstrierten die Traghubschrauber-Piloten aus Bruck mit ihren ultraleichten Gyrokoptern. Wieder mit dabei waren auch Mitglieder des Modelbauclubs, die mit ihren maßstabsgetreu nachgebauchten Kleinflugzeugen beeindruckende Flugmanöver zeigten.

Die Mitglieder des Flugsportclubs hatten nicht nur ein vielfältiges Programm organisiert, sondern sie sorgten auch für die Bewirtung der Gäste und boten eine Tombola mit wertvollen Preisen an. Der Hauptgewinn war ein Gutschein für eine Grundausbildung zum Segelfliegen.

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