26.08.2014 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schulen im beginnenden Unterrichtsjahr "gut versorgt" - Lehrerstunden aus dem Sonderbudget Kombi-Klassen genießen guten Ruf

"Für das kommende Schuljahr sind wir mit Lehrern gut versorgt", freut sich Schulamtsleiter Georg Kick. Das gilt in seinem "Revier" - dem Grund- und Mittelschulbereich - auch für die Mobilen Reserven und Zusatzstunden, die über den üblichen Klassenbetrieb hinausgehen.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Am 16. September beginnt das Schuljahr 2014/2015 für 7502 Schüler. Sie werden von 630 Lehrern - inklusive der Anwärter - unterrichtet. Die Zahl der Grundschüler pendelt sich heuer bei 4642 - davon 1127 Abc-Schützen - ein, die der Mittelschüler bei 2860. Migrationshintergrund haben 1010 Kinder, also 16 Prozent. An den 49 Schulen im Landkreis werden 372 Klassen gebildet, davon 222 Grundschul-, 150 Mittelschul- und 7 Übergangsklassen. Lediglich 7 Klassen haben Stärken über 28 Schüler, 35 Klassen hingegen bis 15 Schüler. Es gibt 34 jahrgangskombinierte Klassen. Im Durchschnitt werden pro Klasse 20,17 Kinder (20,91 in der Grundschule und 19,07 in der Mittelschule) unterrichtet. Kombiklassen sind inzwischen auch von den Eltern voll anerkannt. "Die Kinder lernen mit- und voneinander", so Georg Kick. Wochenplanarbeit, kompetenzorientiertes Lernen, "individuelle Lernstandsmessung" sind die Schlagworte.

Für Asylbewerber

Was die Lehrerstunden anbelangt, kann Georg Kick in etlichen Bereichen auf ein Sonderbudget zurückgreifen. Das fließt beispielsweise in die Betreuung von sieben Klassen, die sich Kindern mit Asyl- und Migrationshintergrund widmen. Kick hat schon vorausschauend für die Kinder der Asylbewerber, die in der Neunburger Kaserne Aufnahme finden werden, die Weichen gestellt. In Oberviechtach wird die Inklusion von Kindern mit Handycaps groß geschrieben. Eine Besonderheit sind der islamische Unterricht durch ausgebildete Kräfte an der Lindenschule Schwandorf, die Tschechisch-Stunden in Oberviechtach und Klöppeln an der Grundschule Schönsee - wohl einmalig. Die kleinste Schule in Bayern unterhält Trausnitz mit 27 Kindern. Flächenlandkreis, kleine Schulen - das verschlingt Lehrerstunden, so Georg Kick. Auch hierfür wurde im Budget ein Ausgleich berücksichtigt. Zudem gibt es Vorkurse, in welchen Lehrer in den Kindergarten gehen, Deutsch-Förderkurse, Begleitungen auf dem Weg zur besseren Sprachkompetenz, Kooperationen mit der Wirtschafts- und Berufschule.

Im neuen Schuljahr werden an sieben Standorten gebundene Ganztagsschulen (Mittelschule Schwandorf-Dachelhofen, Dr.-Eisenbarth-Grund- und Mittelschule Oberviechtach, Sophie-Scholl-Mittelschule und Hans-Scholl Grundschule Burglengenfeld, Grund- und Mittelschule Teublitz, Kreuzberg-Mittelschule Schwandorf, Maximilian-Grundschule Maxhütte-Haidhof und Mittelschule Neunburg vorm Wald) angeboten. Gut ausgestattet ist man im Landkreis mit offenen Formen (Mittagsverpflegung, Hausaufgabenbetreuung und Hortangebote). Kick spricht von einem "dichten Netz an Möglichkeiten", die es für die entsprechenden Bedürfnisse gibt.

630 Lehrer

Im Lehrkörper (630 mit Anwärtern) sind vier Abgänge, aber 51 Zugänge zu verzeichnen. In Ausbildung befinden sich 61 Lehramts-, Fach- und Förderlehreranwärter. Mit der Lehrerzuteilung möchte Kick im Flächenlandkreis die gute Versorgung kleinerer Schulen meistern. Da freuen ihn natürlich die 1034 aktiven Lehrerstunden in der Mobilen Reserve. Mehr denn je werde zudem auf die Vernetzung junger und älterer Lehrer gesetzt. (Hintergrund)

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