Schwandorfer Basketballer landen am Ende auf Platz fünf - Personelle Probleme gut bewältigt
Saison mit allen Höhen und Tiefen

Lokales
Schwandorf
02.05.2013
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"Aufstieg", sagte Eddie Lamar, ohne auch nur einen Moment zu überlegen. Jeder Spieler der Basketballmannschaft des TSV 1880 Schwandorf wurde vor der Saison 2012/13 gefragt, welches Saisonziel er persönlich hat. Am häufigsten kam hier die Antwort "Klassenerhalt" zurück, nur die Optimisten nannten auch mal "obere Tabellenhälfte". Aber das Wort "Aufstieg" nahm nur Flügelspieler Lamar in den Mund und ließ auch keinen Moment Zweifel aufkommen, dass dies seine volle Überzeugung war.

Beim TSV Schwandorf gab es vor der Saison 2012/13 zwei entscheidende Veränderungen: Christian Scharf löste als Trainer den zurückgetretenen Carol Prainer an der Seitenlinie ab und mit Tim Beard stieß ein neuer Aufbauspieler zum TSV-Kader. "Mit Christian konnten wir einen erfahrenen und hochmotivierten Trainer holen und Tim wird uns als Aufbauspieler und Punktesammler in der Offensive sehr gut tun", freute sich TSV-Kapitän Johannes Pflamminger vor der Saison über die Neuzugänge, die durch Miguel Martinez und Mario Brunner komplettiert wurden.

Doch trotz intensiver Vorbereitung misslang der Start in die neue Spielzeit gründlich. Mit vier Niederlagen gingen die TSV-Basketballer in die Saison und lagen zwischenzeitlich auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das Ziel von Eddie Lamar schien absolut utopisch. Aber die Ergebnisse täuschten: "Wir haben drei der vier Partien mit weniger als fünf Punkten Differenz verloren. Das war auch viel Pech dabei und wir haben gesehen, dass wir mit jeder Mannschaft in dieser Liga mithalten können", relativierte Scharf die Ergebnisse. Dass er mit seiner Aussage Recht hatte, zeigten die nächsten Spiele: Neun Siege aus zehn Partien fuhren die Schwandorfer ein und kletterten in der Tabelle auf den dritten Platz.
Doch ausgerechnet gegen den VSC Donauwörth, gegen den Schwandorf den ersten Saisonsieg feierte und den Lauf startete, kam es zum Bruch. Und ein Hauptgrund war ziemlich schnell klar: "Wir hatten in dieser Saison sehr stark mit Spielerausfällen zu kämpfen - egal ob aus beruflichen und privaten Gründen oder wegen Verletzungen. In fast keinem Spiel konnten wir mit einem vollzähligen Kader antreten", resümierte Scharf nach der Spielzeit. "Mich würde interessieren, wo wir gelandet wären, wenn wir nicht solche Personalprobleme gehabt hätten."

Die Niederlage gegen Donauwörth war der Beginn einer Negativserie von fünf Spielen, wodurch die Schwandorfer in der Tabelle an Boden verloren. "Wir haben gegen Teams verloren, gegen die wir in der Hinrunde deutlich gewonnen hatten", wunderte sich auch Flügelspieler Sebastian Fischer. Schmerzlicher Höhepunkt war das 79:99 beim Tabellenletzten Landshut.

Doch der Saisonverlauf sollte sich für den TSV erneut zum Positiven wenden: Mit einem überzeugenden 91:73-Erfolg gegen den Post SV Nürnberg fanden die Schwandorfer Spieler wieder zurück in die Erfolgsspur. Durch den folgenden Sieg beim TV Passau hatte der TSV, jetzt Tabellensechster, die Chance, am letzten Spieltag gegen den Fünften Neustadt die Saison mit einer positiven Bilanz abzuschließen. Und das gelang auch mit dem 86:73-Erfolg.
Schwandorf beendete dadurch seine zweite Bayernligasaison auf einem sehr guten fünften Platz mit einer positiven Bilanz von zwölf Siegen aus 22 Spielen. Das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte! "Wir haben uns diese Saison deutlich weiterentwickelt und uns im zweiten Jahr in der Bayernliga etabliert", freute sich Prainer. "Aber wir haben auch viele unnötige Niederlagen kassiert und vielleicht haben wir nächste Saison weniger Personalprobleme", so der TSV-Center. Vielleicht rutscht dann das Saisonziel von Eddie Lamar im kommenden Jahr noch ein Stück näher an die Realität heran und es heißt am Ende tatsächlich: "Aufstieg".
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