13.08.2014 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Seit 20 Jahren gibt es die Ferienaktion Malen im Park der Kebbel-Villa Mit "Null Ahnung" begonnen

von Elisabeth Saller Kontakt Profil

20 Jahre lang wird schon im Park gemalt. In den ersten zwei Wochen der Sommerferien und seit ein paar Jahren auch in den Pfingstferien treffen sich im Park der Kebbel-Villa in Fronberg junge und ältere Künstler. Einige von ihnen sind seit fast 20 Jahren regelmäßig mit dabei.

Eigentlich malt sie sonst nur mit Aquarellfarben, sagt Lisa Eiselbrecher. Ihre Vorlagen findet sie überall, "was ich grad so seh und was mir gefällt, schneide ich aus und leg es auf die Seite", erzählt sie. Die Alberndorferin trifft sich jedes Jahr zum Malen mit den anderen, meist weiblichen Künstlerinnen. "Das ist so eine schöne Gemeinschaft", findet sie. Und man müsse keine Leistung erbringen, fügt sie hinzu, während sie an ihrem Bild weitermalt. Außerdem könne man in den Pausen eine Tasse Kaffee zusammen trinken, meint eine Frau, die mit ihrer Staffelei vor Eiselbrecher sitzt. Seit 16 Jahren kommt auch immer ihre Enkelin Rabea (20) zu Besuch, um ihre Oma zum Malen im Park begleiten zu können. Auf die Frage, wo sie die vielen Ölgemälde denn aufhänge, antwortet sie lachend: "Ich habe eine Abstellkammer, die ist sehr groß." Aber natürlich stellt sie auch ein paar Bilder auf.

Seit 20 Jahren kümmert sich Andreas Karlstetter fachlich um die kleinen Künstler. Mittlerweile ist der Kunstlehrer Fachbetreuer für Kunst an einem Gymnasium in Eichstätt. Die "wunderbare Atmosphäre" lässt ihn jedes Jahr wieder gerne nach Schwandorf kommen. Anders als in der Schule sind die Leute beim Malen im Park in ihrer Motivwahl frei, erklärt Karlstetter. Je nach Bedürfnis unterstützt er sie dabei.

Die Freundinnen Hanna und Franziska, beide 9 Jahre alt, haben zwar das gleiche Motiv, eine bunte Katze, die Umsetzung auf der Leinwand ist dagegen ganz unterschiedlich. - Wie auch der Zweck ihrer Kunst: Während Franziska ihr Katzenbild in ihrem Zimmer aufhängen will, möchte es Hanna ihrer Tante schenken und gestaltet die gelbbraunen Haare des Tiers mit einer Spachtel.. Einer der wenigen Männer im Park ist der 10-jährige Colin aus Schwandorf. Er möchte eine Wildkatze mit einem Spruch malen, sogar die Vorlage dafür hat er mit Buntstiften selbst gemalt.

"Das Schöne bei Öl ist, dass man alles wieder wegmachen kann", erklärt Luise Meier aus Schwarzenfeld. Seit sie Rentnerin ist, kommt sie jedes Jahr zum Malen. Mit "Null Ahnung" habe sie angefangen, jetzt animiere sie immer wieder Gäste, die nur zum Schauen kommen, zum Mitmachen. Bis Freitag, 15. August, kann noch von Montag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr im Park gemalt werden.

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