Sparkasse im Landkreis verbucht Zuwächse - Haus bauen noch immer günstig
Stark im klassischen Bankgeschäft

Lokales
Schwandorf
26.04.2013
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Über solides Wachstum - sowohl bei Bilanzsumme als auch Einlagen und Ausleihungen - freute sich die Sparkasse im Landkreis im Geschäftsjahr 2012. "Wir konzentrieren uns auf das klassische Bankgeschäft und tummeln uns nicht auf internationalen Finanzmärkten", betonte Vorstandsvorsitzender Werner Heß in der Jahrespressekonferenz, dass sich das regional ausgerichtete Geschäftsmodell des Geldinstituts erneut bewährte.

Die Sparkasse macht ihre Geschäfte ausschließlich mit Kunden vor Ort. Sowohl für Anleger als auch Kreditnehmer tritt sie als verlässlicher Partner auf. Das unterstrich Vorstandschef Werner Heß gestern, um anschließend festzustellen, dass im Geschäftsjahr 2012 die Einlagen die Kredite um 202 Millionen Euro überstiegen, was beweist: Die Sparkasse ist in ihrer Refinanzierung von internationalen Kapitalmärkten unabhängig. Er zeigte sich auch überzeugt, dass die Sparkasse die erhöhten Eigenkapitalvorschriften nach Basel III erfüllen kann.

Im Kreditgeschäft blieb die Sparkasse ein wichtiger Partner für die Wirtschaft. Es wurden 116,9 Millionen Euro an neuen Unternehmenskrediten ausbezahlt. Der Bestand stieg um 22,8 Millionen (4,0 Prozent) auf 592,0 Millionen, was den höchsten Zuwachs seit 2008 bedeutet. Auch bei den Privatkrediten lag man im Plus: Sie erhöhten sich um 2,9 Prozent auf 561,7 Millionen.

"Nie ist es günstiger gewesen, sich den Traum von der eigenen Immobilie zu erfüllen", wies Vorstandsmitglied Wilfried Bühner auf das anhaltend niedrige Zinsniveau hin. Im Neugeschäft (102,4 Millionen) legte das Institut um 23,1 Prozent zu. Damit konnte die Sparkasse ihren Marktanteil von 53,3 auf 57,2 Prozent ausweiten. In der Wohnbaufinanzierung bleibt sie die Nummer eins im Landkreis. Bemerkenswert: Allein 23,4 Millionen an Krediten entfielen auf das Segment der Erneuerbaren Energien.
Obwohl viele Kunden ihr Erspartes verstärkt in den Wohnungsbau steckten, weiteten sich die Einlagen auch um 2,1 Prozent aus. Hier zahlt sich laut Vorstand Bernd Sellmer die hohe Qualität der individuellen Kundenberatung aus, wodurch die Sparkasse gerade auch in schwierigen Zeiten hohes Vertrauen genieße. Im Schnitt unterhielt jeder Kunde ein Vermögen von knapp 26 758 Euro bei der Sparkasse. Bei Kundenzufriedenheitsbefragungen erzielte sie eine Weiterempfehlungsquote von 93 Prozent.

Rückläufig entwickelte sich der Umsatz an Wertpapieren. Er lag 2012 nur noch bei 160 Millionen Euro, 16 Prozent weniger als 2011 und gar 36 weniger als 2008. Daran sei zu erkennen, wie stark sich die Finanzkrise ins Bewusstsein von breiten Kundengruppen eingebrannt hat. Ungebrochen sei die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten: Mit einer Bausparsumme von 101,5 Millionen Euro (+ 8,2 Prozent) erreichte die Sparkasse ein Rekordniveau. (Hintergrund)
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