Stadt braucht Kredit und Rücklagen, um Rekordhaushalt zu finanzieren
Tiefer Griff in die Schatulle

Ein Bild, das es so bald nicht mehr geben wird: Ott- und Mesnerhaus werden abgerissen und eine Kinderkrippe gebaut.
Lokales
Schwandorf
17.04.2013
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Die Ausgaben der Stadt im laufenden Jahr können nur durch 2,2 Millionen neue Schulden und eine Rücklagenentnahme von etwa 2 Millionen Euro gedeckt werden. Das belegt der Haushaltsentwurf, der am Montag dem Hauptausschuss vorgelegt wurde. Das Gremium reichte das Zahlenwerk ohne Empfehlung an den Stadtrat weiter.

Der wird am Montag den Etat beraten. Mit 63,37 Millionen Euro hat er einen Rekordwert erreicht. "Rein qantitativ", wie CSU-Sprecher Andreas Wopperer sagte. Im Wesentlichen werden die bereits begonnenen Maßnahmen fortgeführt. Größter neuer Posten ist die Kinderkrippe an der Jakobskirche mit Kosten von 1,2 Millionen Euro. Zusammen mit geschobenen Mitteln aus dem vergangenen Jahr soll gut 1 Million Euro in die Sanierung der Oberpfalzhalle fließen. Weiterer Ausgabeschwerpunkt im Hochbauprogramm (3,75 Millionen Euro) sind die Schulen mit rund 450 000 Euro. In den Tiefbau steckt die Stadt 3,6 Millionen Euro. Die Neugestaltung der Augustinstraße kostet rund 500 000 Euro , 300 000 Euro der Umbau der Steinberger Straße. Für neue Kanäle, unter anderem in Gögglbach und Bubach, werden 1,4 Millionen Euro fällig.

"Der Haushalt ist eine Zusammenfassung der Möglichkeiten", sagte Oberbürgermeister Helmut Hey. Mit dem Neubau der Kinderkrippe, der Erweiterung der Krippe St. Wolfgang und dem Abschluss der Arbeiten an der Ettmannsdorfer Schule investiere die Stadt in die Zukunft der Kinder und der Stadt. Die Planungen für die Sanierung der Lindenschule laufen an. Auch in den kommenden Jahren werde die Stadt in erster Linie Infrastruktur zu erhalten haben.
Wopperer verwies darauf, dass in erster Linie Pflichtaufgaben erfüllt werden. Franz Schindler (SPD) hob heraus, dass die Investitionen über das ganze Stadtgebiet verteilt seien. Neben den Pflichtaufgaben gebe die Stadt dennoch auch etwas für die "Kür" aus; er nannte das Cafe im Stadtpark. Auf die Rekord-Kreisumlage anspielend verwies Schindler darauf, dass der Landkreis auch erhebliche Mittel in der Stadt investiere, etwa an der Berufsschule. "Unspektakulär, aber solide", nannte Schindler das Zahlenwerk und fügte an: "Den ein oder anderen Wunsche hätten wir noch. Den verkneifen wir uns bis nächstes Jahr."
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