Tierschutzverein zieht Bilanz - Immer mehr zugewiesene Tiere treiben Kosten in die Höhe - ...
Über 600 Tiere an neue Halter vermittelt

Der Vorstand des Tierschutzvereins (von links): Renate Müller, Luise Steiner, Gabi Hahn, Birgit Hiltl und Volker Olbrich. Bild: hfz
Lokales
Schwandorf
17.04.2013
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Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Stadt und Landkreis Schwandorf, Gabi Hahn, konnte bei der Jahreshauptversammlung am Freitag im "Schützenheim" eine positive Bilanz ziehen. Neben vielen Aktionen liegt der Hauptaugenmerk auf dem Tierheim, das der Verein seit über 30 Jahren betreibt.

Es konnten im Jahr 2012 über 150 Hunde, 257 Katzen und 202 Kleintiere in ein neues Zuhause vermitteln werden. Das sind 609 Tiere, eine Rekordzahl. Daran zeigt sich, wie hoch der Bedarf für ein Tierheim im Landkreis Schwandorf ist. Gabi Hahn lobte die hervorragende Arbeit der Tierpfleger und Vermittler, die die Aufgaben in ihrer Freizeit erledigen.

Konstruktive Gespräche

Die 50-Cent-pro-Einwohner-Verträge konnten im Jahr 2012 mit den allermeisten Gemeinden im Landkreis abgeschlossen werden, was den Tierschutzverein auf finanziell solidere Beine stellt. Hier wurden die zumeist sehr konstruktiven Gespräche mit den Bürgermeistern hervorgehoben. Ein großes Problem stellen allerdings die vielen Tiere dar, die aus behördlichen Wegnahmen stammen, seien es Welpen, die auf der Autobahn konfisziert werden, Tiere aus vermüllten Wohnungen oder aus Tierschutzgründen weggenommene Tiere. Hier gibt es immer wieder Herausforderungen bezüglich der Begleichung der teilweise immensen Kosten, die da anfallen.
In diesem Jahr müsse für solche Fälle endlich eine geeignete Lösung gefunden werden. Es könne nicht angehen, dass der Tierschutzverein auf seine Kosten die Versäumnisse der Gesellschaft ausbügeln müsse. Es wurde an alle Mitbürger appelliert, nicht wegzuschauen.

Hohe Investitionen

Die hohen Investitionen im Tierheim, die nötig sind, um es auf einem aktuellen und vorschriftsgemäßen Stand zu halten, können nicht alleine durch Spenden und Mitgliederbeiträge gedeckt werden. Im Jahr 2012 wurden die Katzenzimmer saniert, eine neue Edelstahl-Futterküche angeschafft, der Sozialraum und das Hundebad renoviert und umfangreiche Reparaturen an Flur und Serviceräumen vorgenommen. Für 2013 sind ein Umbau der Hundezwingeranlagen und der Aussenausläufe geplant.

Zwei weitere, besonders im Frühling wichtige Themen wurden erläutert: Ob es sich nun um Osterfeuer oder einfach um Verbrennung von Gartenabfällen handelt, im Frühling sieht man es vielerorts lodern. Dies bedeutet für viele Tiere den grausamen Feuertod. Viele Tiere suchen die Haufen, die oft schon Wochen vorher aufgeschichtet werden, als vermeintlich sicheren Unterschlupf auf. Ob Igel, Mäuse, Kröten oder Vögel, schnell werde das Feuer dann zu einer tödlichen Falle.
Alle, die darauf nicht verzichten wollen, sollten das Material erst ganz kurz vorher aufschichten, um den Tieren die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Viele der so getöteten Tiere sind vor allem im eigenen Garten wichtige Nützlinge.Ein paar unaufgeräumte Ecken im Garten machten diesen nicht unordentlich, sondern ökologisch wertvoller und tierschutzgerechter, so die Sprecherein.

Verdoppelung

Der aktuelle Mitgliederstand des Tierschutzvereins beläuft sich auf 1603 Personen, was eine Verdoppelung in den vergangenen zehn Jahren bedeute. Hahn dankte allen Mitgliedern für ihre Treue und allen Firmen und Privatpersonen für die Unterstützung durch Spenden und Aktionen im Jahr 2012. Bei der anschließenden Neuwahl wurde der gesamte Vorstand wieder im Amt bestätigt.

Es sind dies: Vorsitzende Gabi Hahn, 2. Vorsitzende Renate Müller, Schatzmeister Volker Olbrich, Mitgliederwesen Birgit Hiltl und Schriftführerin Luise Steiner. Desweiteren wurden Kurt Mieschala und Carmen Nebel als Kassenprüfer bestätigt.
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