31.08.2014 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Viel Arbeit für die Schwandorfer Polizei am Wochenende - In der Discothek die Zeche geprellt - ... Jede Menge Hiebe und ein vollzogener Haftbefehl

von Redaktion OnetzProfil

Mit einer breiten Palette an Vorfällen und Straftaten bekam es die Schwandorfer Polizei am Wochenende zu tun. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die Streife der Polizeiinspektion zu einem Streit zwischen einem erheblich betrunkenen Schwandorfer und seiner Lebensgefährtin gerufen. Beide gerieten sich dermaßen in die Haare, dass sie sich gegenseitig auf das Auge schlugen und Kratzwunden zufügten. Beide werden nun wegen Körperverletzung angezeigt.

Ein junger Bodenwöhrer ließ sich am Samstag in einer Wackersdorfer Discothek alkoholische Getränke für gut 60 Euro servieren. Als es dann ums Zahlen ging, hatte er kein Geld dabei und seine EC-Karte wies keine Deckung auf. Dem schwer alkoholisierten Discobesucher erwartet nun ein Strafverfahren wegen Zechbetrug.

Am Samstagabend nahm in Schwandorf der Besitzer eines Oldtimers Schweißarbeiten an seinem Fahrzeug vor. Dabei geriet der Unterboden des "Daimler" derart schnell in Brand, dass Löschversuche des Eigentümers nicht mehr halfen. Die Feuerwehr Schwandorf konnte zwar ein Übergreifen des Brandes auf die Garage verhindern, der geliebte Oldtimer hat allerdings nur noch Schrottwert. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 8000 Euro.

In den frühen Morgenstunden des Samstags lieferten sich ein 19-Jähriger aus Nürnberg und ein 22-Jähriger aus Schwandorf, beide betrunken, eine Schlägerei in einer Wackersdorfer Discothek. Dabei zog sich der Jüngere Verletzungen im Hals- und Genickbereich, im Gesicht sowie einen Bruch im Handrücken zu. Üblicherweise gehen die Schilderungen der Beteiligten bei solchen Auseinandersetzungen auseinander - jeweils soll der andere angefangen haben. Im Zuge der eingeleiteten Strafverfahren wegen Körperverletzung soll nun die Vernehmung von Zeugen Licht ins Dunkel bringen.

"Sein Problem"

Eine Bodenwöhrerin ersteigerte vor kurzem bei "ebay" Weidezaunzubehör im Wert von rund 170 Euro, das aber nicht geliefert wurde. Die geprellte Käuferin erstattete nun Anzeige wegen Betrugs gegen den bislang unbekannten Täter. Am Samstagnachmittag war in Dachelhofen ein 37-jähriger Straubinger mit seinem alten "Deutz"-Lkw unterwegs, der allerdings nicht zugelassen und damit nicht versichert und nicht versteuert war. Wie das Schicksal in solchen Fällen dann oftmals spielt, verursachte der Straubinger bei seiner "Schwarzfahrt" einen Unfall mit einem "Golf" einer Fahrschule. An beiden Fahrzeugen entstand dadurch Sachschaden von rund 5000 Euro. Den Lkw-Fahrer erwarten nun Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung.

Gegen einen 23-jährigen Schwandorfer wurde am Samstagnachmittag ein Haftbefehl vollstreckt, weil er seine Geldstrafe wegen Erschleichens von Leistungen, gemeinhin als Schwarzfahren mit der Bahn bekannt, nicht bezahlt hatte. Dafür musste er nun eine Freiheitsstrafe von 45 Tagen antreten. Der junge Mann hätte die Haft durch Bezahlung der Geldstrafe zwar abwenden können, hatte aber nicht ausreichend Geld dafür. Die eingesetzten Beamten sollten deshalb seinen Vater fragen. Dieser verweigerte aber mit den Worten "Sein Problem" die Auslösung seines Sohnes und gab ihm mit auf dem Weg, dass er zu Hause "rausgeschmissen" sei.

Der "verstoßene Sohn" wurde anschließend in die Justizvollzugsanstalt Amberg eingeliefert. Vorher fand sich bei seiner Durchsuchung noch ein verbotener Schlagring, was ein neues Strafverfahren zur Folge hat.

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