29.04.2004 - 00:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Vier Männer pflegen ihr gemeinsames Hobby Die "Turmschreiber", ein lockeres Quartett

von Autor HOUProfil

Der Weg zur Vereinigung als "Turmschreiber-Quartett" war nur mit einem einzigen kleinen Hindernis behaftet. Und das hieß für den pensionierten Oberstudiendirektor Franz Sichler: "Wo kriegen wir die symbolischen Gänsefederkiele her?" Der 75-Jährige sann ein wenig nach, dann holte er sich die langen weißen Federn vom Oberweiherbauern aus Klardorf. Womit der Präsentation nichts mehr im Wege stand.

Vier Männer, eine Idee: Das gemeinsame Hobby zu verbinden, in lockerer Form eine Vereinigung bilden und damit in erster Linie der Stadt Schwandorf dienen. Das wollen Franz Sichler, Pepp Ehbauer, Alfred Wolfsteiner und Josef Fischer ab sofort als die "Turmschreiber".

Nur der Blasturm und kein anderes Gebäude kam als Ort der Quartett-Vorstellung in Frage. Gestern am späten Nachmittag fanden sich die Hobby-Schreiber dort ein und ließen über Franz Sichler einen Blick in die Zukunft werfen. Der sah durchaus positiv aus: Geschichten und G'schichtln über die Stadt zu schreiben, die Leute dabei nicht aus den Augen zu verlieren, Ernstes mit Heiterem paaren - und natürlich bisweilen auch die Ironie mit einfließen lassen.

Regelmäßige Treffen wird es nicht geben. Dafür aber bisweilen eine Lesung. Mit Beiträgen von allen vier Autoren, die - jeder für sich - durchaus Erfahrung im Schreiben haben. Franz Sichler darf sich auf Referenzen als Buchautor von "Mein lieber Schwan" stützen, Alfred Wolfsteiner (als Bibliothekar von Berufs wegen mit der Literatur verbunden) verfasste in der Vergangenheit eine Vielzahl geschichtlich orientierter Aufsätze.

Über Pepp Ehbauer muss nicht viel ausgeführt werden. Unter dem Pseudonym "Nepomuk Siebzehnrübl" wurde er zu einem viel beachteten Glossenschreiber, seine Jugenderinnerungen "Seinerzeit zu meiner Zeit" sind ein glänzender Streifzug durch das Schwandorf von einst. Bliebe Josef Fischer. Der arbeitet hauptberuflich als Stadtarchivar und ist von daher prädestiniert dafür, das Trio zum Quartett zu machen.

Eines haben sich die vier geschworen: Niemals professionell tätig zu werden. Gleichwohl soll es gute Kontakte zur Stadt und ihren örtlichen Vereinigungen geben.

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