06.12.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Alten- und Pflegeheimausschuss beschäftigt fehlendes Personal Fachkräfte weiterhin Mangelware

Der Fachkräftemangel macht auch in Schwandorf nicht Halt. Bei der Sitzung des Alten- und Pflegeheimausschusses am Dienstagnachmittag sagte Egon Gottschalk, Geschäftsführer der Bürgerspitalstiftung Schwandorf: "In 20 bis 30 Jahren wollen die Babyboomer auch pflegerisch versorgt werden - nur wer soll das machen?"

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Ein Problem, dass die Verantwortlichen schon jetzt beschäftigt - und umso mehr in der Zukunft. Ansonsten war die Sitzung von einem ganzen Zahlenpaket und dem Halbjahresbericht geprägt. Gottschalk erklärte, dass die Auslastung des Elisabethenheims im ersten Halbjahr 2017 bei satten 98 Prozent lag. Von den 180 vorhandenen Plätzen waren durchschnittlich 177 belegt. Die Nachfrage nach vollstationärer Pflege und nach Kurzzeitpflegeplätzen sei, wie bereits in den Vorjahren, sehr hoch gewesen. Die Pflegebedürftigkeit habe um 5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Im Halbjahresdurchschnitt lebten 142 Bewohner mit Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen im Heim.

Deshalb und wegen der hohen Auslastung liegen die Erträge aus Heimentgelten laut Gottschalk um 113 000 Euro über dem budgetierten Wert, insgesamt bei rund 3 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr fielen nach Aussagen des Geschäftsführers "bei sehr hoher Auslastung und gleichzeitig außerordentlich vielen Arbeitsunfähigkeitstagen sehr viele Mehrarbeitsstunden an". Deshalb wurde in Abstimmung mit dem Alten- und Pflegeheimausschuss beschlossen, vorläufig keine neuen Bewohner aufzunehmen.

Das führte bis zur Jahresmitte zu einem Absinken der Belegung auf 167 Plätze. Die Cafeteria-Erträge lagen bei 148 600 Euro. Die Bürgerspitalstiftung tilgte außerdem die Restschulden eines KfW-Darlehens in Höhe von 327 000 Euro mit Eigenmitteln. Auch als es um den Jahresabschluss 2016 ging, bekamen die Gremiumsmitglieder etliche Zahlen zu hören. Die Bilanz schließt mit rund 15,15 Millionen Euro und einem Überschuss für die Stiftung von rund 206 000 Euro. Gottschalk erklärte außerdem: "Wir haben mehr Mittel eingesetzt, als wir eigentlich müssten." Das nennt sich dann Verwendungsüberhang. Für das Elisabethenheim beträgt dieser 1,54 Millionen, für die Bürgerspitalstiftung 1,77 Millionen Euro. Gottschalk berichtete von zwei externen Prüfungen - wie das jedes Jahr der Fall sei. Die Ergebnisse seien wieder gut ausgefallen.

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