Altes Krankenhaus in Schwandorf wird abgerissen
Keine Garantie für Akademie

Die Stadträte einigten sich darauf, das alte Krankenhaus abreißen zu lassen. Ein Neubau mit dem gleichen Volumen soll an selber Stelle entstehen. Bild: Hösamer
Politik
Schwandorf
13.12.2016
219
0

Der Grundsatzbeschluss steht: Das alte Krankenhaus wird abgerissen. Ein Neubau entsteht, in dem Platz für den offenen Ganztagsbereich der Gerhardingerschule ist. Wer die restlichen freien Räume nutzen darf, legten die Stadträte bei ihrer Jahresabschluss-Sitzung am Montag bewusst nicht fest.

Ursprünglich stand im Beschlussvorschlag der Passus, dass bei freien Raumkapazitäten "diese für den Betrieb der Konrad-max-Kunz-Musikakademie Schwandorf in widerruflicher Weise zur Verfügung zu stehen". Über diese Zusage stolperten einige Stadträte bereits in der November-Sitzung, weshalb es zu keiner Einigung kam. Auch dieses Mal gab es Bedenken.

Dieter Jäger (FW) erklärte: "Dem Beschlussvorschlag können wir so nicht folgen. Wir können einem Verein im Vorfeld eines Baus nicht sagen, ihr dürft in unsere Räume." Dadurch würde die Stadt die Konrad-Max-Kunz-Musikakademie (KMK) bevorteilen. Oberbürgermeister Andreas Feller konterte, dass man einen solchen Bau nicht hinstellen könne, ohne konkrete Ziele zu nennen. Bevorteilt werde auch niemand.

Franz Schindler (SPD) rief die letzte Stadtratssitzung in Erinnerung. Damals sei nur die Frage strittig gewesen, ob man für Vereine (in diesem Fall die KMK) Räumlichkeiten einrichten dürfe, ohne andere zu benachteiligen. Die KMK hat ihren Sitz in der Spitzwegstraße, wo die räumliche Situation problematisch ist. "Damals ist kritisiert worden, dass es kein Raumkonzept gibt. Das fehlt auch heute noch." Gleichwohl sollte der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss fassen, so Schindlers Vorschlag. Und zwar, das alte Krankenhaus abzureißen und einen Neubau in der jetzigen Kubatur (selbes Gebäudevolumen) zu forcieren. Wenn das so umgesetzt wird, ist auch mit Zuschüssen zu rechnen. "Die Nutzung durch Dritte soll möglich sein", erklärte Schindler außerdem. Darin seien sich ja alle Stadträte einig gewesen. Allerdings, ohne einen konkreten Verein als Nutzer in den Beschluss mit aufzunehmen. Diesem Kompromiss konnten sich alle Gremiumsmitglieder anschließen. Es gab keine Gegenstimmen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.