Architekt stellt Pläne im Landkreis-Bauausschuss vor
Viele Ideen für modernes Foyer

Hell, modern und übersichtlich: So soll sich das Foyer des Landratsamtes nach der Umgestaltung darstellen. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 130 000 Euro. Bild: R7-Architekten/Thammer
Politik
Schwandorf
16.05.2017
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Modern und zeitgemäß: So soll sich das Foyer des Landratsamtes nach seiner Umgestaltung präsentieren. Im Landkreis-Bauausschuss stießen die vom Architekten vorgestellten Pläne auf Zustimmung - zumindest zum überwiegenden Teil.

Etwas in die Jahre gekommen, unübersichtlich, der Informationsschalter versteckt: "Repräsentativ sind unsere Räumlichkeiten nicht", schickte Landrat Ebeling voraus, bevor Architekt Peter Thammer aus Regensburg die Planungen für die etwa 130 000 Euro teure Umgestaltung vorstellte. Seine Mängelliste begann schon vor dem Amt: Die Schilder am Parkplatz und vor dem Eingang müssten seiner Ansicht nach dringend überarbeitet, übersichtlicher gestaltet und auch in einer lesefreundlichen Höhe angebracht werden.

Das Foyer betreffend fasste der Architekt seine Erkenntnisse in einem Satz zusammen: "Es fehlt nicht an der Information, sondern an der Ordnung und Hierarchisierung der Information". Der Schalter werde als offizielle Anlaufstelle nicht wahrgenommen und liege versteckt. "Das ist keine einladende Geste für Besucher", betonte Thammer. Außerdem lassen die Informationsträger - wie Schilder - eine einheitliche Sprache vermissen. Das wenig schmeichelhafte Fazit des Architekten: "Das hat vom Niveau her nicht das, was man sich vom Landratsamt eigentlich erhoffen würde."

Neuer Infoschalter


Abhilfe im Info-Dschungel sollen mehrere Maßnahmen schaffen. Zum einen müsste der Informationsschalter nach vorne zum Eingangsbereich verlegt werden. Eine zusätzliche Theke mit einer interaktiven Tafel würde als weitere Informations- und Orientierungsquelle am Nebeneingang dienen. Hinzu kämen einheitlich gestaltete Tafeln sowie eine zeitgemäße Wegeführung. Siegfried Damm (SPD) machte sich zum Beispiel angesichts der interaktiven Infotafel dafür stark, diejenigen Leute nicht zu vergessen, die nicht so fit im Umgang mit Computern sind. "Einfach für einfache Leute soll es sein", betonte er und hatte dabei die ungeteilte Zustimmung seines Parteikollegen Karl Bley. Er stellte die Frage in den Raum, ob dieser zusätzliche Infopunkt wirklich notwendig sei.

Georg Butz (CSU) betonte, dass es an der Zeit sei, dass das Eingangsportal des Landratsamtes erneuert werde und war der Überzeugung: "Wir sind auf einem guten Weg, das zu gestalten". Das sah auch Maria Baumer (CSU) so. Sie regte aber noch an, im Foyer eventuell eine Sitzgruppe aufzustellen und dort auch Platz für Ausstellungen oder dergleichen vorzusehen. Zum Infopunkt antwortete Architekt Thammer, dass er dessen Notwendigkeit schon sehe, da der Informationsschalter vom Nebeneingang nicht erkennbar sei. Dennoch sei dieser Punkt diskutabel. Auf Nachfrage sagte der Architekt auch, dass im Foyer nicht gänzlich auf Papier verzichtet wird. Sämtliche Prospekte bleiben dort vorhanden, nur eben geordneter und an einem anderen Platz.

Planung läuft weiter


Landrat Thomas Ebeling betonte, dass sein Herzblut nicht am interaktiven Infopunkt hänge. Er sprach sich aber dennoch dafür aus, ihn aufzustellen - vorausgesetzt, die Kosten dafür liegen in einem vernünftigen Rahmen. Die Planungen für die Umgestaltung des Landratsamts-Foyers werden nun weiterverfolgt. Sie enthalten zwei Ergänzungen: Es sollen Sitzgelegenheiten im Foyer geschaffen werden, und der Infopunkt ist unter dem Kostengesichtspunkt als optional anzusehen.


Kein Support für AnglizismenInfo-Counter, Desk und Printprodukte: Bei der Vorstellung der Umgestaltung des Landratsamts-Foyers ging es ziemlich englisch zu. Zu englisch. Alfred Damm (ÖDP) plädierte dafür, die Anglizismen wegzulassen: "Mir wäre es schon recht, wenn wir das auf Deutsch bezeichnen könnten" - also zum Beispiel als Informationsschalter und nicht als Info-Counter. Damit rannte er bei Landrat Thomas Ebeling offene Türen ein: "Ich kann die Anglizismen auch nicht 'supporten'", entgegnete er scherzhaft.

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