15.03.2018 - 18:56 Uhr
Schwandorf

Ausschuss genehmigt Entwurf Kostenlose Windelsäcke ab Juni

Nun steht fest: Ab 1. Juni gibt es gebührenfreie Windelsäcke. Die Entscheidung bedeutet vor allem für Familien mit kleinen Kindern und inkontinenten Angehörigen eine Entlastung. Allerdings ist das Angebot begrenzt.

Ab Juni gibt es kostenlose Windelsäcke.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik stimmte am Donnerstag einem Entwurf zu, nach dem es ab 1. Juni kostenlose Abfallsäcke geben soll. Das Gremium hatte sich bereits in zwei Sitzungen im vergangenen Jahr mit dem Thema beschäftigt. Die Ausgangsfrage war, wie Eltern kleiner Kinder und pflegebedürftige Menschen mit Inkontinenz unterstützt werden könnten. Dort, wo viele Windeln anfallen und die Mülltonne schnell überquillt. Zwischenzeitlich war eine sogenannte Pflegetonne im Gespräch. Ein Behälter, in dem ausschließlich Windeln landen dürfen. Landrat Thomas Ebeling hatte bereits vor einigen Monaten von einem "interessanten Ansatz" gesprochen, der etwa in der Gemeinde Pullach bei München umgesetzt worden ist, aber im Landkreis Schwandorf nicht unbedingt zu übernehmen sei.

Maximal zwölf Säcke

Nun einigten sich die Ausschussmitglieder auf gebührenfreie Abfallsäcke. Für Kleinkinder bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres werden maximal zwölf Säcke ausgegeben. Bei Neugeborenen muss in den ersten zwei Monaten ein Antrag bei der Gemeinde oder beim Landkreis gestellt werden, um alle zwölf Säcke zu erhalten. Wer das später tut oder wenn Kinder vor dem 1. Juni geboren sind, erhält die Tüten anteilig. Ähnlich verhält es sich bei pflegebedürftigen Personen. Für Menschen mit Inkontinenz, die zu Hause gepflegt werden, gibt es ebenfalls maximal zwölf Abfallsäcke für ein Jahr. Allerdings kann der Antrag jedes Jahr neu gestellt werden. Die Inkontinenz muss durch eine aktuelle ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden. Für die Finanzierung hat die Kämmerei in den Kreishaushalt 2018 insgesamt 50 000 Euro bereitgestellt. Alle Fraktionen lobten den Vorstoß. Martin Birner (CSU) sagte: "Wir zeigen damit, dass wir ein familienfreundlicher Landkreis sind."

Das Gremium sprach sich bei der jüngsten Sitzung außerdem dafür aus, auch weiterhin am "Energieeffizienznetzwerk für Kommunen" teilzunehmen. Dabei handelt es sich um eine Zusammenarbeit mehrerer Städte (unter anderem Amberg, Neumarkt, Straubing), Landkreise (unter anderem Bamberg, Forchheim, Roth) und dem Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden.

Vertrag läuft aus

Ziel ist es, Maßnahmen für Energieeinsparungen zu erkennen und umzusetzen. Beispielsweise ist 2017 in den Gymnasien in Burglengenfeld und Nittenau damit begonnen worden, die 40 bis 45 Jahre alten Fenster auszutauschen. Außerdem sind einige Klassenzimmer der beiden Gymnasien sowie der Berufsschule Nabburg mit LED-Beleuchtung ausgestattet worden. Zudem gibt es regelmäßige Beratertage für den Landkreis sowie jährlich vier Netzwerktreffen. Der Kooperationsvertrag läuft Ende 2018 aus und soll verlängert werden.

Wir zeigen damit, dass wir ein familienfreundlicher Landkreis sind.Martin Birner (CSU), Bürgermeister Neunburg vorm Wald
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