14.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwandorf

Ausschussmitgliedern sind die Vorschläge des Künstler zu bunt und knallig Fassaden-Entwurf muss überarbeitet werden

Ja, Kunst liegt im Auge des Betrachters, wie Oberbürgermeister Andreas Feller am Dienstag in der Werkausschusssitzung bemerkte. Allerdings waren sich fast alle Mitglieder einig: Mit den zwei Vorschlägen des Künstlers Markus Raab für die Fassadengestaltung des Städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgungs-Gebäudes sind sie nicht einverstanden.

So in der Art stellte sich Künstler Markus Raab die Gestaltung der Fassade des Verwaltungsgebäudes des Städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgung vor. Den Ausschussmitglieder ist das allerdings zu knallig. Bild: exb
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Franz Radlinger (CSU) empfindet den Entwurf als "zu pompös". Alfred Braun (SPD) erklärte, dass die Fassade ruhig mehrfarbig gestaltet werden dürfe, allerdings in "wesentlich abgeschwächter Form". Peter von der Sitt (UW) erklärte, dass die bisherigen Verdienste des Künstlers Markus Raab für die Stadt aller Ehren Wert sei, schloss sich allerdings der Meinung Radlingers an. Einzig Wolfgang Meischner (ÖDP) sagte über die Vorschläge: "Graue Mäuse gibt es überall - mir gefällt das alles sehr gut." Die Außenfassaden des Verwaltungsgebäudes wurden im Jahr 2004 renoviert. Die farbige Bemalung ist allerdings mittlerweile bereits ausgebleicht und verwaschen. Künstler Raab hatte von der Stadt bereits Aufträge erhalten und beispielsweise die Versorgungszentrale Weinberg an der Senefelder Straße gestaltet. Fast unisono schlugen die Ausschussmitglieder vor, die Fassadengestaltung einfacher zu halten. Raab soll nun die Entwürfe überarbeiten und noch mal dem Gremium vorlegen.

Walter Zurek, Werkleiter der Städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgung, stellte noch einen Strategieplan vor. Der beschäftigt sich mit den "Brennpunkten der Wasserversorgung" und umfasst einen Zeitraum von 2018 bis 2030. Eine große Aufgabe, immerhin sei Schwandorf das fünftgrößte Stadtgebiet in Bayern.

In den kommenden zwölf Jahren wird ein zusätzlicher Finanzbedarf von 13 bis 14 Millionen Euro nötig. Alleine in Klardorf müssten zwölf Kilometer alter Gussleitungen erneuert werden, die bis zu 60 Jahre alt sind. Radlinger erklärte, dass man die Umsetzung so schnell wie möglich angehen sollte. Alfred Braun betonte: "Wasser ist das Lebensmittel Nummern eins. Deshalb muss es die rund eine Million Euro im Jahr der Stadt wert sein."

Zahlen und Fakten aus dem Ausschuss

Die Städtische Wasserversorgung schließt laut Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 mit einem Jahresüberschuss von 112 856 Euro ab.

Die Städtische Fernwärmeversorgung schließt laut Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 mit einem Jahresgewinn von 244 436 Euro ab.

Bei der Städtischen Erzeugung und Einspeisung elektrischer Energie gibt es laut Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 weder Gewinn noch Verlust.

Die Fernwärmepreise haben sich weiter nach unten bewegt. Laut Walter Zurek, Werkleiter der Städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgung, wird das an die Kunden weitergegeben. Der Grundpreis sinkt um 1,26 Euro je Megawattstunde.

Ein Zwischenbericht der Wasserversorgung für das Wirtschaftsjahr 2017 ergab einen Verlust von 12 609 Euro (geplant ist ein Gewinn von 18 292 Euro). Zurek rechnet final mit einem Gewinn zwischen 80 000 und 100 000 Euro.

Laut dem Zwischenbericht der Fernwärmeversorgung für das Wirtschaftsjahr 2017 liegt der Gewinn bei 502 409 Euro (geplant ist ein Gewinn von 282 284 Euro). (doz)

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