30.01.2018 - 17:36 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Autohaus will komplett nach Wackersdorf wechseln Maschek-Umzug bis Ende 2019

Das Autohaus Maschek will bis Ende 2019 komplett nach Wackersdorf umziehen. Wie es mit dem attraktiven Grundstück des Unternehmens an der Regensburger Straße weitergeht, ist nun auch Sache des Planungsausschusses.

Die Tage des Maschek-Standorts in Schwandorf an der Regensburger Straße sind gezählt. Für das Grundstück interessiert sich Projektentwickler Ratisbona und will hier einen Supermarkt bauen. Bild: Hösamer
von Redaktion OnetzProfil

Schwandorf/Wackersdorf. VW-Personenwagen, VW-Nutzfahrzeuge, Audi, Seat und Skoda: Diese fünf Sparten will die Maschek Automobile GmbH bis Ende 2019 am Standort Wackersdorf zusammenführen. Dies gab Inhaber und Geschäftsführer Ingo Maschek am Rande eines PR-Termins bekannt.

Im Frühjahr will das Unternehmen mit dem Bau der Ausstellungsräume, Werkstätten und Ersatzteillager für die Marken Seat und Skoda beginnen. Der nächste Schritt ist der Bau einer Elektro-Tankstelle. Ab Mitte 2019 soll dann das VW-Gelände entstehen und der Umzug von der Regensburger Straße in Schwandorf in den Gewerbepark Alberndorf vorbereitet werden.

Synergien nutzen

Am Ende werden im Wackersdorfer Autozentrum an der B 85 rund 200 Mitarbeiter beschäftigt sein. Mit der Bündelung an einem Standort will das Unternehmen Synergieeffekte nutzen. Die Phase der Zentralisierung habe mit der Schließung der Filialen Nabburg und Burglengenfeld bereits begonnen und werde sich in den nächsten beiden Jahren fortsetzen, so Ingo Maschek. Was mit der Immobilie im Süden der Kreisstadt geschehen soll, sei noch nicht entschieden, so Ingo Maschek.

Bekannt ist, dass die Ratisbona Projektentwicklung KG Interesse an dem Grundstück hat. Bereits im Juli 2017 war eine Bauvoranfrage für einen Supermarkt mit 3500 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie Backshop und Café bei der Stadt eingereicht worden. Ratisbona arbeitet häufig mit dem Edeka-Konzern zusammen.

Ausschuss berät im Februar

"Das Vorhaben wäre nur über eine Bauleitplanung für ein Sondergebiet Einzelhandel realisierbar", sagte die stellvertretende Pressesprecherin der Stadt, Maria Schuierer, auf eine entsprechende Anfrage der Oberpfalz-Medien. Dies habe der Projektentwickler auch nach diversen Gesprächen mit der Verwaltung im Herbst des vergangenen Jahres erkannt und Ende September 2017 einen entsprechenden Antrag zur Aufstellung eines "vorhabenbezogenen Bebauungsplans" gestellt. Über diesen Antrag solle nun der Planungs- und Umweltausschuss in seiner nächsten Sitzung am 20. Februar beraten und entscheiden, sagte Schuierer. Zur Zeit finden laut der Pressesprecherin noch Abstimmungen über einzelne technische Fragen zwischen Projektentwickler und Bauverwaltung statt. Im Ausschuss werden auch die Auswirkungen eines weiteren Vollsortimenters auf die Einzelhandelslandschaft in der Kreisstadt eine Rolle spielen. Sowohl die Ratisbona als auch die Stadt hätten deshalb Gutachten in Auftrag gegeben, hatte Baudirektor Reinhard Schade dem Ausschuss im Dezember berichtet.

Die Sprecher der Fraktionen signalisierten damals bereits Wohlwollen, es gelte aber die Gutachten abzuwarten. Auf wenig Gegenliebe stieß dagegen damals das Vorhaben der KIST für einen Supermarkt samt Hotel an der Hoher-Bogen-Straße. Entschieden ist hier aber noch nichts. Gebilligt ist dagegen eine Bauvoranfrage der Immler Großfamilienstiftung für das ehemalige "Kaufland" an der Industriestraße. Dort sollen 3600 Quadratmeter Verkaufsfläche in einem Neubau entstehen. Das Grundstück ist als "Sondergebiet Einzelhandel" eingestuft, planungsrechtlich spricht nichts gegen den Neubau. Wer hier einziehen soll, darüber hält sich die Stiftung noch bedeckt. Anlieger und Stadtrat würden sich ein "Kaufland" wünschen.

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