Bauantrag für Mehrfamilienhaus auf dem Weinberg
Bauausschuss setzt Grenzen

Lena Baumeister vom Bauordnungsamt (links) zeigte dem Bauausschuss mit Oberbürgermeister Andreas Feller (Dritter von rechts) an der Spitze die Probleme, die die Verwaltung mit dem Bauvorhaben an der Lessingstraße auf dem Weinberg sieht. Bilder: Hösamer (2)
Politik
Schwandorf
07.12.2016
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Grundstücke möglichst gut zu nutzen, liegt im Interesse jeden Bauwerbers. Der Bauausschuss sieht aber auch Grenzen - wenn es um Höhen und überbaute Flächen geht. Das wurde am Dienstag bei einem Ortstermin in der Lessingstraße deutlich.

Das Bauunternehmen Ehrenreich wollte auf dem Grundstück Lessingstraße 3 ein Gebäude mit zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss errichten, dazu mit Flachdach. Fünf Wohneinheiten, drei Fertiggaragen und weitere Stellplätze sollten entstehen. Das Haus wäre etwa neun Meter hoch - das leicht zurückgesetzte Staffelgeschoss würde damit so hoch wie benachbarte Firste.

Nicht genehmigungsfähig

Dazu kommt, dass das Gebäude mit einer Grundfläche von etwa 218 Quadratmetern deutlich über dem Schnitt der benachbarten Grundstücke liegen würde, wie Lena Baumeister vom Bauordnungsamt dem Ausschuss vor Ort erläuterte. Die Einzelprüfung des Bauantrags habe ergeben, dass er in vorliegender Form nicht genehmigungsfähig sei. Dem stimmte der Bauausschuss einhellig zu. Mit einem Satteldach und einer Trauf- und Firsthöhe wie in der Nachbarschaft könnte seine Fraktion leben, sagte CSU-Stadtrat Franz Radlinger, dazu müsste die Grundfläche noch auf etwa 180 Quadratmeter reduziert werden. Alfred Braun pflichtete dem aus SPD-Sicht bei, ebenfalls Marion Juniec-Möller (Grüne/Ausschussgemeinschaft).

Zäune zu hoch

Dr. Jochen Glamsch (UW) merkte an, dass der Bauwerber immer wieder Anträge vorlege, die jeden Quadratmeter ausnutzen, mit wenig Rücksicht auf die Nachbarschaft. Einstimmig lehnte der Ausschuss den Bauantrag ab. Das Vorhaben füge sich nach Art und Maß nicht ins Umfeld auf dem Weinberg ein.

Die Höhe von Gartenzäunen oder anderen Einfriedungen beschäftigte des Bauausschuss zum wiederholten Mal. Im Baugebiet "Buchmanngelände" stehen Gabionen und Zäune, die bis zu 1,85 Meter hoch sind. Festgesetzt sind maximal 1,30 Meter. Drei Eigentümer wollten sich ihre hohen Zäune nun nachträglich genehmigen lassen. Die Verwaltung schlug einen Kompromiss vor, nachdem die Grundstückseigner im hinteren Bereich der Gärten, vor allem zu einem Verbindungsweg zum Gewerbegebiet hin, ihre höheren Einfriedungen stehen lassen können. Um die Vorgärten zur Straße hin bleibt die Höhe von 1,30 Meter. Da müssen nun einige Gabionen und Zäune an der Heisenbergstraße zurückgebaut werden.
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