28.11.2017 - 18:40 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Bauausschuss befürwortet Bauvoranfrage für ehemaliges "Kaufland" Brache zum Leben erwecken

Seit 2013 steht das "Kaufland"-Gebäude an der Industriestraße leer. Das soll sich ändern: Die Immler-Großfamilienstiftung will einen neuen Markt errichten. Der Bauausschuss begrüßte das Vorhaben am Dienstag.

Auf dem Eckgrundstück zwischen Bellstraße (links) und Industriestraße (oben) soll der neue Verbrauchermarkt (rot) samt 200 Parkplätzen entstehen. Bild: exb/Immler-Großfamilienstiftung
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Kurz nachdem das "Kaufland" geschlossen hatte, forderten die Lindenviertler Ersatz. Bislang ohne Erfolg. Zunächst sollte ein Modemarkt in das leerstehende Gebäude einziehen, das gab Ärger wegen der Sortimentsbeschränkungen. Dann wurde es ruhig um das Gebäude. Nun soll es einem Neubau weichen. Die Stiftung hat inzwischen auch das Nachbargrundstück an der Ecke zur Bellstraße gekauft. Platz genug also für einen Verbrauchermarkt mit 3600 Quadratmetern Verkaufsfläche. Das Gebäude soll eine Gesamtfläche von 5500 Quadratmetern einnehmen, heißt es in der Voranfrage. Der alte Markt hatte alleine 5400 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Wer soll einziehen? Da gibt sich Markus Immler von der Stiftung bedeckt. Das sei noch vertraulich, sagte er den Oberpfalz-Medien. Über die Höhe der Investition wollte er noch keine Angaben machen. Seitens der Verwaltung ergeben sich jedenfalls keine Widerstände. Mit 200 geplanten Parkplätzen wird die geforderte Anzahl übertroffen. Die Grundstücke sind als Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel ausgewiesen. Darauf verwies Baudirektor Reinhard Schade in der Sitzung. Die Zufahrt soll von der Industriestraße her erfolgen. Schalltechnische Gutachten sind unter anderem für einen Bauantrag noch notwendig.

Franz Radlinger (CSU) und Alfred Braun (SPD) begrüßten, dass die Brache wieder mit Leben erfüllt werden soll. Radlinger verwies auf den Bürgerwunsch und äußerte die Hoffnung, dass ein "Kaufland" hier ansiedelt. Dr. Jochen Glamsch (UW) sprach die Vielzahl von Vorhaben im Einzelhandel an. Neben der Voranfrage für die Industriestraße liegen auch Pläne für das Maschek-Grundstück an der Regensburger Straße und für die Hoher-Bogen-Straße vor. "Gefährden wir damit nicht den ,Rewe' auf dem Tonwarenfabrikgelände?", fragte Glamsch. Schade erläuterte, dass die "Kaufland"-Flächen im Einzelhandelskonzept von 2014 bereits eingebucht sind. Oberbürgermeister Andreas Feller ergänzte, dieses Konzept müsse fortgeschrieben werden. "Wir brauchen eine funktionierende Stadt", sagte Feller. Gleichzeitig könne und dürfe die Stadt aber keine einzelnen Geschäfte schützen. Angemerkt.

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