29.11.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Ein Herz für die Hilfe fassen

Der Erste-Hilfe-Kurs ist bei Vielen schon etliche Jahre her. Wie war das mit der Herzdruckmassage? Was ist bei einem Kreislauf-Stillstand noch zu tun? Antworten liefert eine Veranstaltungsreihe, die in dieser Form im nächsten Jahr zum ersten Mal im Landkreis stattfinden soll.

Die Idee stieß im Kreisausschuss auf offene Ohren: Im Landkreis soll im kommenden Jahr zum ersten Mal eine "Erste-Hilfe-Woche" stattfinden. Bild: exb
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Vier Kreistagsfraktionen - CSU, ÖDP, Freie Wähler und Junge Wähler - verfassten einen Antrag und sprachen sich dafür aus, im Landkreis im nächsten Jahr eine "Erste-Hilfe-Woche" zu veranstalten (siehe Infokasten). Wie Landrat Thomas Ebeling bei der Sitzung des Kreisausschusses am Montag sagte, sei die Resonanz auf diesen Vorschlag bei den Rettungsorganisationen und der Verwaltung durch die Bank positiv. "Das ist eine gute Aktion, die man unterstützen kann", befürwortete auch Ebeling eine "Erste-Hilfe-Woche".

Sowohl das Bayerische Rote Kreuz als auch die Johanniter-Unfallhilfe hatten sich bereit erklärt, sich zum Beispiel mit Kursen einzubringen. Die Themen wären vielfältig: Herz-Lungen-Wiederbelebung, Auffrischungen in Erster Hilfe, Retten aus Kraftfahrzeugen oder das richtige Anlegen von Verbänden sowie Versorgen von Wunden. Ins Boot könnten zu dieser Aktionswoche auch die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk geholt werden.

Generell wären zahlreiche Themen und Aktionen rund um das Thema "Erste Hilfe" denkbar. Welche das konkret sein sollen und zu welchem genauen Termin die "Erste-Hilfe-Woche" stattfinden wird, soll nun in den nächsten Schritten ausgearbeitet werden. Thomas Holzwarth vom Sachgebiet Brand und Katastrophenschutz rechnete in einer groben Kostenschätzung mit etwa 10 000 Euro, die im Landkreis-Haushalt für diese Aktion unter der Federführung des Landkreises, der für das Rettungswesen verantwortlich ist, bereitgestellt werden sollten. Generell wären natürlich auch Sponsoren wünschenswert, die die "Erste-Hilfe-Woche" finanziell unterstützen.

Im Kreisausschuss stieß der Vorstoß der vier Fraktionen auf große Zustimmung: Einstimmig beschloss das Gremium, eine "Erste-Hilfe-Woche" - unterstützt von den Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Amberg - zu organisieren und die erforderlichen Mittel einzuplanen.

Das ist eine gute Aktion, die man unterstützen kann.Landrat Thomas Ebeling

Antrag von vier Fraktionen

Die Fraktionen der CSU, ÖDP, Freien Wähler und Jungen Wähler stellten den Antrag, mit den lokalen Rettungsverbänden Gespräche über eine "Erste-Hilfe-Woche" im Landkreis Schwandorf zu führen und - wenn sie positiv verlaufen - diese Woche zu organisieren. "Leider ist es eher die Ausnahme, dass zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Stillständen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes seitens der meldenden Personen Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden", schreiben die vier Fraktionen in ihrem Antrag. Diese seien aber entscheidend für den medizinischen Erfolg. Die Gründe dafür könnten in der Aufregung oder der Befürchtung liegen, etwas Falsches zu tun. "Oftmals ist es aber die Unkenntnis bezüglich der Basismaßnahmen", sind sich die Antragssteller sicher. Und genau hier sollte ihrer Meinung nach die "Erste-Hilfe-Woche" ansetzen: "Ziel der Aktion soll es sein, möglichst viele Personen in den Basismaßnahmen zu schulen und die Sensibilität für dieses Thema zu erhöhen". (tib)

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