Entsorgungsentgelt bei ZMS bleibt konstant
115 Euro pro Tonne

Politik
Schwandorf
15.12.2016
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Gute Nachrichten für die Städte und Landkreise, die den Abfall über den Zweckverband Müllverwertung Schwandorf entsorgen: Auch im kommenden Jahr wird für die Tonne Hausmüll ein Entgelt mit Kosten von 115 Euro kalkuliert. Das gab Kämmerer Markus Decker am Mittwoch bei der Verbandsversammlung im ZMS-Verwaltungsgebäude bekannt.

Auch der Preis für den Gewerbemüll bleibt konstant. Im laufenden Jahr werden im Schwandorfer Müllkraftwerk knapp 449 000 Tonnen Abfall verbrannt - 15000 Tonnen mehr, als zunächst kalkuliert. Das resultiert aus einem Plus an Industrie- und Gewerbemüll. Zusätzlich werde der ZMS etwa 8000 Tonnen Müll verpacken müssen, weil die Kapazität des Kraftwerks ausgelastet ist, sagte Verbandsvorsitzender Landrat Thomas Ebeling. Decker legte auch den Zwischenbericht für das laufende Jahr vor. Stand Ende Oktober entwickelten sich die Finanzen wie erwartet, man rechnet mit einem Überschuss von rund 1,9 Millionen Euro.

Bisher wurden rund 6,4 Millionen Euro investiert, ein Großteil davon für die neue Leittechnik. Ein Steuerungsprogramm nennt sich "Symphony". "Das hört sich melodiöser an, als die Umstellung ablief", sagte Ebeling. Die Umrüstung der Leittechnik mit ihren etwa 70 000 Ein- und Ausgängen im laufenden Betrieb war ein Kraftakt, der fünf Jahre in Anspruch nahm.

Die verbrauchten Filtermaterialien aus der Rauchgasreinigung des Müllkraftwerks - jährlich etwa 21 000 Tonnen - werden auch künftig unter Tage entsorgt. Den Zuschlag für die nächsten sechs Jahre erhielt laut ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll das Unternehmen "Kali und Salz Entsorgung". Die Kosten pro Jahr liegen bei gut 1,5 Millionen Euro pro Jahr.
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