09.06.2017 - 20:10 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Erfolgreicher Einsatz des Bauernverbandes für Höfebonus Für Nachbesserungen beim Breitbandausbau

Von Melkrobotern in den Milchviehställen bis hin zur Präzisionslandwirtschaft: Auch in den Ställen und auf den Äckern findet eine digitale Revolution statt. "Wir bewegen uns mit großen Schritten in Richtung Landwirtschaft 4.0", sagt Josef Irlbacher, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Schwandorf.

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"Die Digitalisierung bietet uns Landwirten als Unternehmer vielfältige Möglichkeiten. Außerdem können so moderne Arbeitsplätze auf den Bauernhöfen für Männer und Frauen gesichert werden, die für Wertschöpfung in der Region sorgen und gleichzeitig Familie und Beruf unter einen Hut bringen können." Für die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten ländlichen Raums und für alle Menschen im Landkreis Schwandorf biete die Digitalisierung großes Potenzial.

"Damit wir diesen Weg überhaupt gehen können und nicht abgehängt werden, brauchen wir noch mehr Investitionen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur", sagt Kreisobmann Irlbacher. Der von der Bayerischen Staatsregierung zum 1. Juli 2017 geplante "Höfebonus" beim Breitbandausbau sowie die im Masterplan Bayern Digital angekündigte Glasfaserinitiative für ganz Bayern seien hier Schritte in die richtige Richtung.

Bei der Sitzung des BBV-Präsidiums im März 2017 hatte Staatssekretär Albert Füracker einen "Höfebonus" angekündigt, um eine bessere Erschließung von Einzelgehöften, Weilern und Streusiedlungen mit schnellem Internet zu ermöglichen. Das Förderprogramm zum Breitbandausbau werde damit durch ein Programm für die Land- und Forstwirtschaft ergänzt. "Wir begrüßen dieses Programm als wichtige Maßnahme zur Stärkung des ländlichen Raums. Davon profitieren Bauernfamilien und alle Dorfeinwohner gleichermaßen", sagt Josef Irlbacher.

Eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung im ländlichen Raum sei unverzichtbar und müsse so selbstverständlich werden wie der Anschluss an die Wasser- und Stromversorgung, so Irlbacher weiter. "Wichtig ist, dass das Programm Höfebonus nun zügig von den Gemeinden beantragt wird und die Fördergelder auch wirklich in Anspruch genommen werden." Denn im Landkreis Schwandorf gebe es noch erheblichen Nachholbedarf.

Der Bayerische Bauernverband hatte gegenüber der Staatsregierung gefordert, dass die vielen weißen Flecken beim Breitbandausbau im ländlichen Raum zügig mit einer zukunftsfähigen, digitalen Infrastruktur erschlossen werden.

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