08.03.2018 - 17:48 Uhr
Schwandorf

Erste Bilanz der Geschwindigkeitskontrollen Blitzen zeigt Wirkung

Die ersten Ergebnisse der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung zeigen, dass die Zahl der Verstöße an den Kontrollstellen sinkt. Der Verkehrsausschuss reagiert darauf am Mittwoch positiv und sorgt mit einem weiteren Beschluss für mehr Sicherheit für Radler.

Vor allem vor Schulen (im Bild Dachelhofen) waren die Geschwindigkeitskontrollen aufgestellt.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Stadt ist seit Mitte 2017 im Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz und hat diesen mit Geschwindigkeitskontrollen beauftragt. Im letzten Quartal 2017 waren die "Blitzer" insgesamt 72 Stunden an zehn Stellen - vorwiegend an Schulen - aufgestellt. Knapp 21 000 Fahrzeuge wurden gemessen, davon waren knapp 1100 zu schnell. Bei 770 der beanstandeten Fahrzeuge lag die Überschreitung zwischen 6 und 15 Kilometern pro Stunde, beim Rest darüber. Dass die Kontrollen Wirkung zeigen, legen die Zahlen der Kontrollen an der Steinberger Straße am Krankenhaus nahe. Bei der ersten Messung waren noch knapp 20 Prozent zu schnell. Dieser Wert sank bei der dritten Messung dort auf 7,5 Prozent.

Das erläuterte Stefan Schamberger vom Ordnungsamt dem Ausschuss. Besonders viele Verstöße gab es an der St.-Vitalis-Straße an der Ettmannsdorfer Grundschule. Dort waren bei einer Kontrolle 135 von 330 gemessenen Fahrzeugen zu schnell. Die Messungen haben der Stadt bislang rund 20 500 Euro gekostet. Aus den ausgestellten Knöllchen erwartet das Rathaus Einnahmen in gleicher Höhe. "Die befürchtete Gelddruckmaschine ist es also nicht geworden," sagte Oberbürgermeister Andreas Feller. Hans Sieß (CSU) berichtete von seinen Erfahrungen in Klardorf. Seit Beginn der Kontrollen werde dort in der Zielheimer Straße deutlich langsamer gefahren. Franz Schindler (SPD) will vor einer Bewertung abwarten, bis es mehr Daten gibt. Matthias Kuhn (SPD) regte an, die Aussiger Straße als Kontrollpunkt aufzunehmen. Das wird geschehen.

Die Sperrung der Uferstraße an der Naab entlang zwischen Dachelhofen und Ettmannsdorf für motorisierte Fahrzeuge war schon diverse Male Thema in den Gremien. Daran erinnerte Franz Schindler angesichts eines Antrags, der nun von einem Bürger eingebracht wurde. Die Verkehrsbedeutung (rund 200 Fahrzeuge am Tag) sei gering, berichtete Ordnungsamtsleiter Schamberger. Die Sperrung sei eine politische Entscheidung. Die Freigabe für den landwirtschaftlichen Verkehr und die Sportangler sei über klappbare Absperrpfosten zu regeln. Hans Sieß (CSU) sprach sich gegen eine Sperrung aus. Der Rest des Ausschusses inklusive der beratenden Mitglieder sah das anders: Gerade im Sommer werde der Weg von vielen Radlern genutzt, weil er Teil des Naabtalradwegs ist. Außerdem, fügte Peter von der Sitt (UW) an, sei die Straße Teil des Schulwegs. Auch Oberbürgermeister Feller sprach sich für die Sperrung aus und stimmte mit SPD, FW, ÖDP und UW dafür. Nun ist ein Verfahren notwendig, weil die Straße teilweise als Gemeindeverbindungsstraße gewidmet ist.

Einig war sich Ausschuss darüber, das Rothlindenviertel weitgehend als Tempo-30-Zone auszuweisen. Die Regelung gilt dann für die Ehrlich-, Behring-, Nußbaum-, Virchow-, Robert-Koch-, Pettenkofer-, Rothlinden-, Röntgen- und Werthstraße komplett, für die Flurstraße ab Hausnummer 12 Richtung Osten.

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