04.12.2017 - 20:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Etatplan auf den Weg gebracht: Mehr Geld für die Jugendhilfe

Der Landkreis Schwandorf gibt im nächsten Jahr 17,1 Millionen für die Jugendhilfe aus. "Das sind 1,4 Millionen Euro oder neun Prozent mehr als in diesem Jahr", präzisiert Landrat Thomas Ebeling.

von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Landratsamt skizzierte Regina Hildwein als Leiterin des Kreisjugendamts das Zahlenwerk. Sie wies am Montag darauf hin, dass sich die Veränderungen nach oben aus einem erhöhten Betreuungsbedarf ergeben würden. Außerdem nannte Hildwein die längeren Laufzeiten der ambulanten Hilfsmaßnahmen sowie die steigenden Fallzahlen als Auslöser der Etatsteigerung.

Einstimmig dafür

In der Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen der beiden Jahre 2017 und 2018 zeigt sich, dass die Einnahmen in etwa gleich hoch angesetzt sind. Sie werden heuer 3,5 Millionen Euro betragen, für das nächste Jahr rechnet man mit 100 000 Euro mehr in der Kasse. Bei den Ausgaben stehen 15,7 Millionen Euro (2017) vermuteten 17,1 Millionen Euro (2018) gegenüber. Wenn man die jeweiligen Einnahmen abzieht, bleiben als Kreiszuschuss für die Jugendhilfe 12,2 beziehungsweise 13,5 Millionen Euro übrig.

Für den Landrat und für die Mitglieder des Ausschusses war die erhöhte Mittelanforderung kein Grund zur Beunruhigung. "Das sind allgemeine, absehbare Steigerungen", urteilte Ebeling. Der Ausschuss segnete den Etatentwurf ohne Gegenstimme und große Diskussion ab. So kann der Haushaltplan für das Kreisjugendamt dem Kreistag vorgelegt werden - mit der Empfehlung, die Mittel zu gewähren. Zwei Nachfragen betrafen die Themen Schulbegleitung und Jugendsozialarbeit an Schulen. "Wir finanzieren die Schulbegleitung zu 100 Prozent", informierte Regina Hildwein. Als Begleiter der Kinder seien Sozialpädagogen im Einsatz, Erzieher, Kinderpfleger oder auch fachfremde Menschen "mit Herz und Verstand".

Beim Thema Jugendsozialarbeit an Schulen wurde deutlich, dass man dieses Angebot, das es zwischenzeitlich schon an vielen Schulen gibt, nicht quantifizieren kann, etwa indem man die Zahl der Verweise in verschiedenen Jahren miteinander vergleicht. Karl Ziegler (Kolping-Bildungszentrums Schwandorf) wies darauf hin, dass ein Jugendsozialarbeiter derzeit helfe, die psychologischen Folgen eines Suizids an der betreffenden Schule aufzuarbeiten.

 

 

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