Franz Schindler (SPD) schreibt an Innenminister
Sorgen um Barrierefreiheit

Politik
Schwandorf
19.03.2018
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SPD-Landtagsabgeordneter Franz Schindler befürchtet, dass Verzögerungen bei der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg auch den barrierefreien Ausbau des Schwandorfer Bahnhofes in weite Ferne rücken lassen. Deswegen wandte sich der Parlamentarier an den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Mit Interesse habe er zur Kenntnis genommen, dass Herrmann im Zusammenhang mit dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Weiden ausgeführt haben soll, dass der Staat mit Behelfsmaßnahmen einsteigen müsse, wenn sich der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Weiden wegen der geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecke weiter verzögere, schreibt Schindler. Er fährt fort, dass ihm der barrierefreie und behindertengerechte Ausbau des Knotenbahnhofs Schwandorf mit täglich mehr als 5000 Bahnreisenden seit vielen Jahren ein Anliegen sei. "Natürlich ist mir bekannt, dass hierfür die Eigentümerin DB Station Service AG zuständig ist und dass der Freistaat nur freiwillig und ergänzend tätig werden kann", betont der Abgeordnete.

Bedauerlicherweise habe der Bahnhof Schwandorf weder in dem Sofortprogramm des Freistaats aus dem Jahr 2012 für den barrierefreien und behindertengerechten Ausbau noch in dem "Bayerischen Aktionsprogramm für barrierefreie Stationsinfrastruktur 2021" und dem "Bayern-Paket II" Berücksichtigung gefunden. Die Maßnahme könne nach Angaben des Innenministeriums erst im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke erfolgen. Falls sich die Umsetzung wegen der Notwendigkeit, Lärmschutzmaßnahmen zu planen, um weitere zwei Jahre verzögern wird, bedeutet dies laut Schindler, dass auch der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs noch weiter in die Ferne rückt. "Dies ist den Bahnreisenden und der Stadt Schwandorf nicht mehr zu vermitteln", unterstreicht der Abgeordnete und bittet den Minister, auf die Beschleunigung der Planungen zu drängen und zu prüfen, inwieweit der Freistaat auch am Bahnhof Schwandorf vor dem barrierefreien und behindertengerechten Ausbau mit Behelfsmaßnahmen einsteigen kann und wie diese konkret aussehen könnten.
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